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Stahlkoloss

Riesen den Weg geebnet

Von Udo Beissel, 30.08.09, 11:34h, aktualisiert 31.08.09, 17:00h

Ein Schauspiel, das sich weit mehr als tausend Menschen nicht entgehen ließen. Der Absetzer 756 überquerte am Samstagabend problemlos die Autobahn 61 bei Bergheim. Am Mittwoch soll er den Tagebau Hambach erreichen.

Absetzer
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Ein beeindruckendes Schauspiel beginnt: Der 5000 Tonnen schwere Absetzer 756 vor der Überquerung der Autobahn. (Bilder: Beissel)
Absetzer
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Ein beeindruckendes Schauspiel beginnt: Der 5000 Tonnen schwere Absetzer 756 vor der Überquerung der Autobahn. (Bilder: Beissel)
Bergheim - Als die Polizei am Samstagabend die Autobahn 61 zwischen Bergheim und Bedburg um genau 19 Uhr sperrt, sind die Parkplätze rund um Paffendorf schon gut gefüllt. Weit mehr als tausend Menschen stehen vor dem fast 60 Meter hohen und 183 Meter langen Absetzer 756 und dem dazugehörigen Bandschleifenwagen. Der Stahlkoloss befindet sich seit dem 20. August auf seiner zweiten Etappe vom ehemaligen Tagebau Bergheim zum Tagebau Hambach. Am Mittwoch soll er sein Ziel erreichen.

Mehrere Tage hatte der Absetzer der Firma RWE-Power schon vor der Autobahn gestanden und die Autofahrer neugierig gemacht. Ein Mann habe sogar sein Auto auf dem Standstreifen gestoppt und sei über die Autobahn gelaufen, um ein Foto von dem Riesen zu machen, berichtet ein Polizist. Glücklicherweise ist nichts passiert.

ksta.tv: „Ein Riese auf Reisen“

Meter für Meter kriecht das 5000 Tonnen schwere Ungetüm am Samstag in Richtung Autobahn. Wenige Minuten nach 20 Uhr springen die Motoren von mehreren Raupenfahrzeugen an. Die Fahrer verteilen 50 000 Kubikmeter groben Sand innerhalb von 90 Minuten auf der gesperrten Autobahn und ebnen dem Riesen den Weg für die Überfahrt. Als die Sonne langsam am Horizont verschwindet, wird es auf der Autobahn immer voller. Die Zuschauer kommen aus allen Himmelsrichtungen.

Unter ihnen sind auch die neunjährige Rebecca und ihr Bruder Florian. Die beiden Kinder aus Bergheim haben sich mit ihren Eltern auf dem Weg nach Paffendorf gemacht. Sie finden es spannend, einmal mit dem Tretroller über die Autobahn zu fahren. Michael Ithal und Vroni Hütten aus Bedburg haben Freude und einen Grill mitgebracht. Sie haben es sich in Campingstühlen bequem gemacht und verfolgen, wie der Absetzer immer näher rückte.

Um etwa 22 Uhr zeigt sich den Zuschauern, Fotografen und Kameraleuten genau das Bild, auf das alle gewartet haben. Nachdem der Bandschleifenwagen die Trasse passiert hat, steht der Absetzer mitten auf der Autobahn. Diese Motiv bietet sich so schnell nicht wieder. Denn der Absetzer isz das letzte Großgerät, das den Tagebau Bergheim in Richtung Hambach verlassen hat. Noch in der Nacht räumen die Raupenfahrzeuge den Kies wieder von der Autobahn. Die Leitplanken werden installiert, so dass am Sonntagmorgen der Verkehr wieder freigegeben werden kann.

In den kommenden Tagen wird der Absetzer noch zwei größere Straßen überqueren, bis er seinen neuenn Einsatzort, den Tagebau Hambach, erreicht hat.



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