Von Peter Berger, 31.08.09, 18:27h, aktualisiert 02.09.09, 14:23h
In Ehrenfeld vertreten
Aber was dann? Der neue Ratsherr, der in Ehrenfeld gegenüber dem Café Sehnsucht einen kleinen Kunstladen betreibt und halbtags als Monteur im Werkladen in der Südstadt arbeitet, hat zwar wenig Ahnung von der Arbeitsweise eines Stadtrats, aber bereits ziemlich genaue Vorstellungen von dem, was er erreichen will. „Als einer von 90 ist der Einfluss natürlich begrenzt, aber es wäre doch schon etwas gewonnen, wenn es gelänge, die Situation im Rat etwas zu entkrampfen.“ Als Beispiel führt der 43-Jährige die Diskussion um die Skater auf der Domplatte an. „Ich halte diese Debatte für völlig überzogen. Wenn man die Touristen mal fragen würde, ob die Skater stören, da wird sich keiner drüber aufregen. Vielleicht sollten wir einfach mal den Ball etwas flacher halten.“
„Deine Freunde“ sind in erster Linie Ehrenfelder. Sie vertreten für Zimmermann ein Milieu, das „auch von den Grünen nicht mehr abgedeckt wird“. Es sind Freiberufler, Künstler, Menschen mit einer „hedonistischen Lebensweise, auch wenn es das nicht richtig beschreibt“. In 29 von 45 Wahlbezirken ist die Gruppierung angetreten, „wir hätten auch alle 45 Bezirke besetzen können, leider ist es uns aber nicht gelungen, überall die 20 Unterstützer-Unterschriften zu sammeln.“
Er habe noch „keine Ahnung“, wie das jetzt mit seinem Stadtrats-Dasein weitergehen werde. „Ich vermute mal, dass ich einen Brief oder einen Anruf von der Stadt erhalten werde. Die konstituierende Sitzung ist ja erst Ende Oktober.“ Dass auf „Deine Freunde“ eine Menge Kärrner-Arbeit zukommt, ist Thor Zimmermann schon bewusst. Wie stellt man einen Antrag? Wie kommt man in einen Ausschuss? Am Anfang sei es besonders wichtig, „dass die Kleinen sich irgendwie zusammentun, um die Rechtsextremen von Pro Köln aus möglichst vielen Ratsausschüssen herauszuhalten.“
Thor Zimmermann, der in Oslo geboren wurde und 1987 aus Sindelfingen zum Zivildienst nach Köln kam, kann sich durchaus vorstellen, nach einer halben Ratsperiode an seine Mitstreiterin Ute Symanski abzugeben, die auf Platz zwei der Liste den Einzug ins Stadtparlament verfehlt hat. „Wir hätten gar nicht gedacht, wie leicht es in unserer Demokratie ist, sich zu engagieren. Wenn man mal bedenkt, dass wir unsere Wählergruppierung erst im Mai angemeldet haben.“ Jetzt habe man fünf Jahre Zeit, „Deine Freunde“ auf eine breitere Basis zu stellen. „Wir wollen schließlich nicht, dass das eine Eintagsfliege bleibt.“
Wieso ist eine Partei,...
10.09.2009 | 10.27 Uhr | Newton
...die kurzfristig Änderungen schaffen will und sich keine Agenda 2070 aufbaut, die sowieso nicht wegen bis dahin stetig sich ändernder…
Blödsinn
06.09.2009 | 10.12 Uhr | Mätes
ist diese Partei. Wie ernst Herr Zimmermann seinen Job als Volksvertreter nimmt, ist an der Absicht zu messen, nach zweieinhalb Jahren wieder…
Anerkennung?
03.09.2009 | 11.21 Uhr | 7gebirge
Es tut mir leid, "Majoho" und anderen rechtsextremen im Biedermann-Gewand auftretenden ProKöln-Brandstiftern soviel Raum zur Verbreitung ihrer Hetze…
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