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Kommentar zum Arbeitsmarkt

Noch wirkt Kurzarbeit

Von Günther M. Wiedemann, 01.09.09, 22:11h

Am Ende der scharfen Rezession ist es auf dem Arbeitsmarkt noch ruhig. Sowohl die Kurzarbeit hat dazu beigetragen als auch ein Umdenken bei den Firmen: Mitarbeiter in schwierigen Zeiten zu halten zahlt sich im Aufschwung aus. Doch ein ganz anderer Trend bereitet Sorge.

Arbeitslosigkeit im August
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Die Arbeitslosigkeit ist im August weniger stark gestiegen als befürchtet. (Grafik: Böhne)
Arbeitslosigkeit im August
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Die Arbeitslosigkeit ist im August weniger stark gestiegen als befürchtet. (Grafik: Böhne)
Auf dem Arbeitsmarkt herrscht nahezu Stagnation. Das ist, obwohl fast 3,5 Millionen Menschen in den Statistiken der Arbeitsverwaltung als Arbeitslose registriert sind, angesichts der schärfsten Nachkriegszession durchaus eine gute Nachricht. Eine solche Entwicklung war zu Beginn der Krise nicht zu erwarten. Das von den Unternehmen intensiv genutzte Instrument der Kurzarbeit hat bislang verhindert, dass die Arbeitslosigkeit noch deutlicher gestiegen ist. Es sieht ganz danach aus, als könnte dies auch für die kommenden Monate gelten.

Eine Rolle für die ungewöhnliche Entwicklung spielt aber auch, dass viele Firmen aus der letzten Krise gelernt haben. Mitarbeiter über eine Durststrecke zu halten - das kann am Ende billiger sein als Entlassungen und Neueinstellungen beim nächsten Aufschwung.

Anlass zu großer Sorge bereitet allerdings der deutliche Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit. Kanzlerin und Gewerkschaftschefs waren sich bei ihrem Treffen in der vergangenen Woche einig: Es besteht Handlungsbedarf. Der Bund wird an Sonderprogrammen nicht vorbeikommen.



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