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Kommentar zum Luftangriff

Bundeswehr unter Druck

Von Sibylle Quenett, 06.09.09, 21:45h, aktualisiert 29.10.09, 16:08h

Durch den Luftangriff auf Tanklastzüge in Afghanistan, wobei auch Zivilisten starben, ist die Bundeswehr in die Kritik geraten. Dabei geht es nicht nur um den eigentlichen Angriff, sondern auch das wenig transparente Management von Verteidigungsminister Franz-Josef Jung.

Luftangriff der Bundeswehr
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Bei einem Luftangriff der Bundeswehr wurden mindesten zwei Dutzend Zivilisten getötet. (Bild: dpa)
Luftangriff der Bundeswehr
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Bei einem Luftangriff der Bundeswehr wurden mindesten zwei Dutzend Zivilisten getötet. (Bild: dpa)
Nach dem von der Bundeswehr angeordneten Luftschlag auf zwei Tanklastzüge in Afghanistan steht Deutschland international zunehmend in der Kritik. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hat sich erst spät dazu geäußert - und dann auch noch den von der Nato bestätigten Fakten widersprochen: Es sind Zivilisten verletzt und getötet worden. Offensichtlich ist die deutsche Sicht schlecht untermauert. Es deutet sich an, dass sich die Bundeswehr nur auf eine Quelle verlassen hat, als sie den Befehl zum Angriff gab. Das widerspräche den Vorgaben des obersten Nato-Kommandeurs, US-General Stanley McChrystal.

Der Angriff erfolgte, um Schaden von den deutschen Truppen abzuhalten. Manches spricht dafür, dass der Kommandeur Opfer der Propaganda der Taliban geworden ist. Die drohen den Deutschen seit langem mit einem verheerenden Anschlag. Aber Angst ist ein schlechter Ratgeber. Das Verteidigungsministerium darf deshalb jetzt nicht mauern, sondern muss im eigenen Interesse mit der Nato aufklären.



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