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Umweltaktivisten

Kein Endlager auf dem Neumarkt

Erstellt 09.09.09, 18:57h, aktualisiert 09.09.09, 18:58h

Auf der Suche nach einem sicheren Atommüll-Endlager zieht derzeit eine Castor-Attrappe durch deutsche Städte. Auf dem Neumarkt inszenierten Aktivisten zahlreicher Umweltorganisationen eine spektakuläre „Probebohrung“.

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Die Straßentheater-Umweltaktivisten von Campact beurteilen einen „Bohrkern“ vom Neumarkt. (Bild: Franz Schwarz)
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Die Straßentheater-Umweltaktivisten von Campact beurteilen einen „Bohrkern“ vom Neumarkt. (Bild: Franz Schwarz)
Innenstadt - Kein Grund zur Aufregung. Kölscher Boden ist völlig ungeeignet als Endlagerstätte für Atommüll. Das ergab die „Probebohrung“, die „Campact - Demokratie in Aktion“ zusammen mit rund 300 Aktivisten etlicher Umweltorganisationen wie attac, Robin Wood, dem BUND und der Deutschen Umwelthilfe auf dem Neumarkt spektakulär in Szene setzte. Auf der Suche nach einem sicheren Atommüll-Endlager zieht derzeit eine Castor-Attrappe auf einem Transporter durch deutsche Städte. Nach Berlin, wo rund 50 000 Demonstranten durch die Straßen gezogen waren, wirkte der Tross, der sich nachmittags über die Ringe zum Neumarkt zog, eher bescheiden. „Wir sind dennoch zufrieden“, meinte Kerstin Schnatz von Campact. „Wir wollen auf die Problematik des Atommülls für kommenden Generationen aufmerksam machen und darauf, dass wir den Umgang mit Atomkraft nicht beherrschen. Das gelingt uns.“

Der Informationstand auf dem Neumarkt war dicht umlagert. Die Umweltorganisationen verteilten reichlich Infomaterial und forderten auf, zu umweltfreundlichen Stromanbietern zu wechseln. Als Straßentheater zogen gut drei Dutzend, spürten mit selbst gebastelten knarzenden Geigerzählern Straßenlampen und Geschäftseingänge ab. Sie erhielten oft wohlwollendes Lächeln, manchmal aber hartes Unverständnis wie Astrid Kaufeld von Robin Wood erfuhr: „Ich bin angeraunzt worden, ob ich nichts anderes zu tun hätte.“ Nächster Stopp für den Castor-Transporter: Mainz. (kb)



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