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Hockey-Bundesliga

Kräfte schonen, Meister bleiben

Von Susanne Rohlfing, 10.09.09, 18:23h

Am Samstag startet die neue Feldsaison in den Hockey-Bundesligen. Rot-Weiß Köln will seinen Titel verteidigen, die Spieler haben aber auch europäische und internationale Aufgaben zu bewältigen.

Tibor Weißborn
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RW-Spieler Tibor Weißenborn (links). (Bild: Dahmen)
Tibor Weißborn
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RW-Spieler Tibor Weißenborn (links). (Bild: Dahmen)
Köln - Erfolg hat auch seine Nachteile. Denn: Wer erfolgreich ist, ist gefragt - und das kann ganz schön anstrengend sein. Die Hockey-Herren von Rot-Weiß Köln müssen nicht nur in der am Samstag beginnenden neuen Freiluftsaison ihren Titel auf dem Feld verteidigen, sondern ab Mitte November dann auch gleich die Hallenmeisterschaft. Hinzu kommen die Starts in der Europäischen Hockey-Liga (EHL) und beim Hallen-Europapokal. Nicht zu vergessen die WM im März in Indien, auf die sich mindestens sechs der Kölner Spieler zusätzlich konzentrieren müssen.

„Für uns wird ein zentrales Thema sein, die Kräfte so einzuteilen, dass uns keiner abschmiert, weil es ihm zu viel wird“, erklärt deshalb Wolfgang Kluth, der die deutschen Meister gemeinsam mit Christoph Bechmann trainiert. Zum Saisonauftakt treffen die Kölner am Samstag auf dem eigenen Kunstrasen auf den Club an der Alster, den Dritten der letzten Saison. Kluth zählt Alster neben dem UHC Hamburg, Mannheim und der eigenen Mannschaft zu den Meisterschafts-Kandidaten. „Das wird also gleich ein heißes Spielchen“, sagt er. Sein Kollege Christoph Bechmann betont: „Ich schätze Alster noch stärker ein als in der vergangenen Saison.“

Über den namhaftesten Kader der Liga verfügen aber weiterhin die Kölner. Zu den bisher sieben Olympiasiegern im Team ist mit Jan-Marco Montag ein weiterer hinzu gekommen. Lediglich Fabian Zilg hat die Mannschaft verlassen, er studiert in Mannheim Medizin und spielt künftig für Frankenthal. Mit dem französischen U-18-Nationalmannschafts-Spieler Jan-Davide Koch ist dafür ein Talent aus der eigenen Jugend zu den Herren aufgerückt. Probleme bereiten den Kölnern allerdings einige Verletzungen: Philipp Brandes und Hendrik Schwarzer laborieren an Knie-Problemen, Michael Brembach plagt sich mit Rückenproblemen herum und der Einsatz von Constantin Axer am Samstag ist ungewiss.

In der ebenfalls am Samstag beginnenden Zweitligasaison ist mit Schwarz-Weiß neben Blau-Weiß wieder eine zweite Kölner Mannschaft vertreten. Das Team von Trainer Robert Willig schaffte in der vergangenen Saison nach zwei Jahren in der Regionalliga den Aufstieg. Der Kader hat sich nur minimal verändert. Lediglich Markus Freise wechselte von Rot-Weiß zu Schwarz-Weiß. „Leider haben wir es nicht geschafft, noch den einen oder anderen etablierten Spieler dazu zu bekommen“, sagt Robert Willig. Den Klassenerhalt mit dem Aufsteiger-Team in Angriff zu nehmen, bezeichnet er als „interessante Aufgabe“. „Man muss realistisch bleiben“, so Willig, „in der Liga werden wir auf Mannschaften treffen, die vom Potenzial her weitaus stärker sind als wir.“ Vom ersten Wochenende mit Spielen gegen Großflottbek und Rissen erhofft der Trainer sich den Gewinn von drei Punkten. „Dann wäre das ein sensationeller Saisonauftakt.“

Ähnliches haben sich die Herren von Blau-Weiß Köln vorgenommen. Mit den Aufstiegen von Schwarz-Weiß und Klipper Hamburg sowie den Abstiegen von Neuss und Harvestehude sei die Leistungsdichte in der Zweiten Bundesliga gestiegen, sagt Co-Kapitän Patrick Montag. „Die Saison wird härter als die letzte, wir müssen jetzt erstmal Punkte gegen den Abstieg sammeln.“ Zum Auftakt trifft sein Team auf Neuss und Raffelberg. „Es wäre ganz schön, nicht mit null Punkten in das Spiel am Sonntag zu gehen“, sagt Montag, „aber Neuss ist klar der Favorit.“ Gegen Raffelberg sei ein Sieg allerdings fast schon Pflicht.

Mehr zum Saisonauftakt der Hockey-Damen von Rot-Weiß lesen Sie in unserer Samstagsausgabe



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