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Hockey

Moral des Meisters

Von Susanne Rohlfing, 13.09.09, 20:56h

Die Hockey-Teams von Rot-Weiß Köln eröffnen die Bundesliga-Saison auf dem Feld mit Siegen. Die Herren bezwingen den Club an der Alster etwas glücklich 3:2, die Damen gewinnen bei Aufstieger Nürnberg souverän 3:1.

Simon Greiner
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Rot-Weiß-Akteur Simon Greiner (rechts). (Bild: Dahmen)
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Rot-Weiß-Akteur Simon Greiner (rechts). (Bild: Dahmen)
Köln - Den Erstligateams von Rot-Weiß Köln glückte am Samstag ein astreiner Start in die neue Feldhockey-Saison. Die Herren feierten im ersten Heimspiel einen 3:2-Erfolg über den Club an der Alster, einen der Mitfavoriten auf den Titel. Die Damen gewannen bei Aufsteiger Nürnberg souverän mit 3:1.

Die Kölner Herren hatten bei ihrem Triumph auch ein wenig das Glück auf ihrer Seite. Der Siegtreffer gelang Fabian Bauwens-Adenauer erst eine gute Minute vor Schluss. „In der ersten Halbzeit hatten wir noch Anlaufschwierigkeiten“, sagte Wolfgang Kluth, der die Mannschaft gemeinsam mit Christoph Bechmann betreut. Zu langsam, zu behäbig habe der deutsche Meister da noch agiert. Die erschwerten Bedingungen der Vorbereitung, als mit den Nationalspielern nahezu die halbe Mannschaft wegen der Europameisterschaft fehlte, habe sich bemerkbar gemacht. „Man muss sich immer wieder neu finden, und besonders eingespielt waren wir nicht“, erklärte Kluth.

Im zweiten Durchgang habe die Mannschaft sich jedoch deutlich gesteigert und seiner Ansicht nach deshalb zu Recht gewonnen. Alster war nach dem 1:1 zur Pause zunächst in der 57. Minute in Führung gegangen. Nationalspieler Tobias Hauke glich jedoch im Gegenzug sofort aus. Eine Überzahl-Situation kurz vor dem Abpfiff nutzten die Kölner dann für den Sieg. „Wir hatten uns schon mit dem Unentschieden abgefunden“, sagte Kluth, „aber daran erkennt man die Moral der Truppe.“

Die Damen des Klubs hingegen demonstrierten ihre Überlegenheit von Beginn an und gingen bereits in der dritten Minute durch einen Treffer von Neuzugang Franzisca Hauke in Führung. Nicole Pahl und Pia Eidmann sorgten nach der Pause für die Entscheidung, den Nürnbergerinnen gelang nur noch ein Ehrentor. Richtig glücklich war Kölns neuer Trainer Markus Lonnes dennoch nicht. „Wir hätten in der ersten Halbzeit höher führen müssen“, sagte er. Zu viele gute Chancen seien zu leichtfertig vergeben worden. „Manchmal habe ich mich gefragt, wie der nicht reingehen konnte.“

Als positiv bewertete er eine Ausbeute von acht Ecken. „Katastrophal“ sei jedoch gewesen, dass keine in einen Treffer verwandelt werden konnte. „Falsche Entscheidungen und technische Schwächen“ seien der Grund gewesen. „Daran werden wir arbeiten und unsere Quote zum nächsten Wochenende steigern“, so Lonnes.

Kölns Zweitligateams Blau-Weiß und Schwarz-Weiß hatten damit gerechnet, bei ihren Doppelspieltagen zum Saisonstart jeweils am Samstag auf deutlich überlegene Gegner zu treffen. Und so kam es auch: Blau-Weiß unterlag Neuss mit 2:5, Schwarz-Weiß kassierte gegen Großflottbek ein 0:3. Die Mannschaft habe sich bei ihrer ersten Zweitliga-Partie nach zwei Jahren in der Regionalliga zwar ein Eckenübergewicht erarbeitet und teilweise auch mehr vom Spiel gehabt, „aber letztlich waren wir bei unserem ersten Auftritt noch zu grün, um etwas daraus zu machen“, sagte SW-Teammanager Tim Aichinger.

Der Sonntag gestaltete sich dann für beide Mannschaften versöhnlicher. Blau-Weiß sicherte sich nach einem 4:4 gegen Raffelberg im Penalty-Schießen (1:0) immerhin noch zwei Punkte. Und Aufsteiger Schwarz-Weiß kam gegen Rissen mit einem 5:2 zu den ersten drei Punkten, über die Coach Robert Willig zuvor gesagt hatte, dass er damit „hochzufrieden“ sein würde.



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