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Hockey

Torrekord ganz ohne Schnickschnack

Von Susanne Rohlfing, 20.09.09, 19:50h

Die Rot-Weiß Herren feiern in der Hockey-Bundesliga ein 11:2 gegen Rheydt, die Damen des Klubs holen gegen Harvestehude und den Club an der Alster vier Punkte.

Nicoletta Abel
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Kölns Nicoletta Abel (links). (Bild: Dahmen)
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Kölns Nicoletta Abel (links). (Bild: Dahmen)
Köln - Nach 20 Minuten stand es 3:0 und es war klar: Dieses Spiel verliert Rot-Weiß heute nicht mehr. Am Ende feierte der deutsche Meister neben dem Bundesliga-Sieg über Rheydt noch einen zweiten Triumph: Mit 11:2 knackten die Kölner den Torrekord. Seit der Einführung der eingleisigen Bundesliga hat keine Mannschaft in einer Partie so viele Treffer erzielt.

Da klingt es fast ein wenig anmaßend, wenn Trainer Christoph Bechmann anschließend sagt: „Unsere Chancenauswertung hat mir noch nicht gefallen.“ Doch sein Kollege Wolfgang Kluth sieht es genauso: „Wir hatten Chancen im Zwei-Minuten-Takt, da hätten wir noch vier bis fünf mehr verwandeln müssen.“ Eine bessere Trainingsmöglichkeit des eigenen Torschussverhaltens biete sich schließlich selten.

Am offensivsten übte Olympiasieger Christopher Zeller, fünf der elf Tore gingen auf das Konto des Bundesliga-Torschützenkönigs der letzten Saison. Aber auch Neuzugang Jan-Marco Montag zeigte, dass er sich schon gut in sein neues Team eingefügt hat: Er traf drei Mal. „Die Jungs haben heute im Aufbau sehr gut gespielt“, sagte Wolfgang Kluth, „sehr geduldig, schön über Außen, ohne irgendwelchen Schnickschnack.“ Allerdings habe der Gegner es den Kölnern auch leicht gemacht. Der Aufsteiger spielte mit, im Gegensatz zu anderen Mannschaften, die sich gegen den großen Favoriten Köln in der Regel auf ein sehr defensives Verhalten beschränken. „Unsere Jung hatten viel Platz, da haben sie es mit ihrer technischen Überlegenheit dann natürlich leicht“, sagte Kluth. Sehr zufrieden war er aber auch mit dem weniger bundesligaerfahrenen Nachwuchs, der für vier ausgefallene Stammspieler nachrückte. „Die haben ihre Sache richtig gut gemacht.“

Für die Damen des Klubs endete ein doppeltes Heimspielwochenende mit dem Gewinn von vier Punkten. Harvestehude bezwangen die Kölnerinnen mit 2:0, gegen den Club an der Alster unterlagen sie nach einem 2:2 im Penaltyschießen mit 1:2. Dennoch haben die Rot-Weiß-Damen sich mit ihren Partien gegen die beiden starken Hamburger Klubs bewiesen, dass ihre junge Mannschaft wieder ganz oben mitmischen kann im deutschen Vereinshockey. Gegen Alster hatten sich die Kölnerinnen gar selbst geschwächt, gleich drei Spielerinnen mussten Zeitstrafen absitzen. Dennoch gelang es, zweimal die Führung der Gäste auszugleichen, zuletzt sogar in Unterzahl. Teammanagerin Susanne Münchrath urteilte: „Das war kämpferisch eine starke Leistung von uns, darauf können wir auf jeden Fall aufbauen.“ In der Zweiten Bundesliga taten sich die beiden Kölner Teams erwartet schwer und blieben an diesem Wochenende ohne Punktgewinne. Schwarz-Weiß unterlag dem Aufstiegskandidaten aus Gladbach mit 1:5. „Wir haben uns in den ersten 35 Minuten regelrecht den Schneid abkaufen lassen, waren läuferisch und in den Zweikämpfen deutlich unterlegen“, sagte Teammanager Tim Aichinger. Bereits nach 23 Minuten hatten die Kölner alle Chancen auf einen Erfolg verwirkt und mit 0:3 zurückgelegen. Blau-Weiß kam nach einer 0:5-Niederlage am Samstag gegen Großflottbek auch am Sonntag beim 4:5 gegen den Rissener SV trotz einer verbesserten Offensivleistung nicht zum Erfolg.



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