Von Jochen Loreck, 23.09.09, 22:10h
Laut einer Forsa-Umfrage verschlechtert sich die CDU / CSU von 37 auf 35 Prozent. Die FDP legt von zwölf auf 13 Prozent zu. Damit ist der Vorsprung gegenüber den anderen drei Parteien so gering wie seit Jahresanfang nicht. Forsa sieht für die SPD eine Verbesserung auf 26 Prozent (plus zwei) und stuft Grüne (elf) sowie die Linke (zehn) gegenüber der Vorwoche unverändert ein.
Das Allensbach-Institut veröffentlichte ähnliche Zahlen: Union 35, FDP 13,5 - somit 48,5 Prozent für Schwarz-Gelb. Die SPD rangiert nur bei 24 Prozent. Für die Linke wurden 11,5 Prozent und für die Grünen elf Prozent ermittelt. Mehr als jeder dritte Wähler (35 Prozent) bezeichnete sich laut Allensbach als unschlüssig. Sieben Prozent gaben an, sie seien sich nicht sicher, ob sie lieber für die CDU / CSU oder für die SPD ihre Stimme abgeben.
Laut Info GmbH rutscht die Union auf 34 Prozent ab, während sich die FDP bei zwölf Prozent hält. Die weiteren Zahlen: SPD 27, Linke zwölf, Grüne zehn Prozent. Dieser Erhebung zufolge verfehlt das schwarz-gelbe Lager die notwendige Mehrheit für die bürgerliche „Wunsch-Koalition“.
Die Befunde bestätigen nach Ansicht von Experten die womöglich entscheidende Bedeutung der Überhangmandate. Wegen des Vorsprungs der Union vor der SPD ist damit zu rechnen, dass viele Wahlkreis-Bewerber der CDU / CSU per Erststimme ein Direktmandat gewinnen. Dies könnte dazu führen, dass die Union am Ende sogar mehr Direktmandate erlangt, als ihr auf Grund des Anteils an Zweitstimmen eigentlich zustünden. Ein solches statistisches Extra-Plus für die Union kann dann bewirken, dass Schwarz-Gelb doch die notwendige Mehrheit der Sitze erlangt.
Für die Ungewissheit des Wahlausgangs führen die Demoskopen mehrere Gründe an: Es gibt immer weniger Stammwähler, dafür immer mehr Wechselwähler. Innerhalb der politischen Lager kann rasch gewechselt werden. So schwankt offenbar ein Teil der „bürgerlichen“ Wähler noch zwischen Union und FDP. Umgekehrt gibt es „linke“ Wähler, denen es nicht ganz leicht fällt, sich zwischen SPD, Grünen und Linkspartei zu entscheiden.
Üblicherweise ermitteln die Demoskopen ihre Daten durch Telefon-Anrufe bei stichproben-artig ausgewählten Bürgern. Dieses Verfahren garantiert schnelle Ergebnisse, ist aber gleichwohl Fehler-behaftet. Ein Teil der Bürgergibt ausweichende Antworten, ein anderer wird telefonisch oft nicht angetroffen.
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