Von Helmut Frangenberg, 25.09.09, 21:34h, aktualisiert 27.09.09, 08:49h
Unter Türkei-stämmigen Bürgern sei die Wahlbeteiligung noch niedriger als im Durchschnitt der Bevölkerung, sagt „Zaman“-Mitarbeiter Ziver Ermis. Er glaubt, dass sich viele trotz deutschen Passes nicht als Teil Deutschlands verstünden. „Kervansaray“-Chef Ertürk sieht eher Frust über die deutsche Politik als Ursache für die mangelnde Beteiligung. Doch gerade deshalb sollte man wählen gehen: „Wir müssen zeigen, dass wir da sind, damit auch was für uns passiert.“ Eigentlich richtet sich die Aktion nur an Türkei-stämmige Wähler, doch der Ertürk hält diese Beschränkung für Unsinn. Er plädiert für mehr Selbstverständlichkeit bei allen Fragen der Integrationspolitik: „Es ist doch egal, woher die Familien der Wähler kommen.“ Also bekommen auch die einen Döner, die Handyfotos ohne Migrationshintergrund zeigen können. Ähnlich sieht es Alev Altenberg vom Friseursalon „Ilyas“ in Vingst. Die Herkunft ist egal. Jeder, der wählen geht und das irgendwie nachweisen kann, bekommt in ihrem Salon an der Ostheimer Straße 69 von Montag bis zum nächsten Donnerstag 50 Prozent Rabatt auf den Haarschnitt. „Wählen ist wichtig“, sagt Altenberg, die zu den Grünen tendiert. Genau wie Ertürk, der sein Kreuzchen bei der SPD machen würde, hat sie keinen deutschen Pass. „Die Leute, die wir animieren wollen, wählen auch für uns.“ Über ihre eigene Situation möchten sich die beiden Geschäftsleute nicht beklagen. Sie sei zufrieden in Deutschland, sagt die 39-Jährige. Die Probleme, die ihre Eltern noch gehabt hätten, habe sie nicht.
Trotzdem glauben beide, dass sich politisch einiges ändern muss. Die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und Ausbildungsplätze zu schaffen, seien die wichtigsten Aufgaben meint die Friseurin. Ertürk berichtet, dass er dieser Tage zum ersten Mal gesehen habe, wie ein Mann vor seinem Restaurant Zigarettenkippen von der Straße aufgesammelt habe, um sich dann aus den Resten eine neue Zigarette zu drehen. „Es ist schlimm, dass es immer mehr arme Menschen gibt.“ Die politische Aufgabe bringt der Restaurant-Chef auf einen einfachen Nenner: „Unser Vaterland schöner machen.“ Neben der „Kervansaray“ und dem Friseursalon „Ilyas“ beteiligt sich noch das Restaurant „Büyük Doy Doy“, Keupstraße 40, an der Aktion. Auch hier gibt's für Wähler einen Döner und ein Getränk gratis.
Wahlpannen: Kölner Wahlbrief in Thüringen gelandet
Das passt doch
27.09.2009 | 14.30 Uhr | Dorfstube
Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) hat ihre eingebürgerten Türken aufgefordert, nur türkischstämmige Politiker zu wählen!…
Drei Döner fürs "Vaterland"
27.09.2009 | 13.19 Uhr | FLehnard
bei der allgemeinen Wahlbeteiligung dürfte die Anzahl der kostenlosen Döner für Immigranten verschwindend gering sein.
Und was sollte der Moslem den…
Ich habe per Briefwahl gewählt.
26.09.2009 | 14.20 Uhr | tex340
Bekomme ich einen Döner zugeschickt?
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
22. April 2012,
E-Werk Köln
Foto auf Leinwand günstig vom Testsieger
Werbeagentur Verzeichnis Köln Bonn
Werbeagentur / Internetagentur, Köln
Kfm. Umschulungen + Seminare in Köln
Holzspielzeug gesucht, gefunden, geliebt