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Kommentar zur Bahn-Privatisierung

Verschleuderung von Vermögen

Von Thomas Wüpper, 29.09.09, 21:28h

Angesichts des Gewinneinbruchs und der massiven Verschuldung der Bahn wäre jeder Aktienverkauf in den nächsten Jahren eine unverantwortliche Verschleuderung von Volksvermögen. Der neue Verkehrsminister sollte sich daher auf wichtigere Fragen konzentrieren.

Bahn-Börsengang verschoben
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Kommt nun der neue Anlauf zur Bahn-Privatisiserung? (Bild: dpa)
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Kommt nun der neue Anlauf zur Bahn-Privatisiserung? (Bild: dpa)
Noch eine leidige Debatte um die Bahnprivatisierung? Nein danke - das ist wirklich das Letzte, was Deutschland momentan braucht. Ob und wie der größte Staatskonzern an die Börse soll, darüber kann man lange streiten. Tatsache ist aber: Angesichts des Gewinneinbruchs und der massiven Verschuldung der Bahn wäre jeder Aktienverkauf in den nächsten Jahren eine unverantwortliche Verschleuderung von Volksvermögen. Der neue Verkehrsminister sollte sich daher auf wichtigere Fragen konzentrieren.

Was fehlt, sind klare Ziele und Konzepte für den Verkehr der Zukunft. Deutlich mehr Transport auf der Schiene muss dabei schon aus Gründen des Klimaschutzes ganz oben stehen. Zu befürchten ist allerdings, dass gerade der Verkehrsetat in der öffentlichen Finanznot als Steinbruch für Mittelkürzungen missbraucht wird. Das wäre verheerend. Schon jetzt steckt Deutschland zu wenig in den Erhalt seiner Infrastruktur. Mehr statt weniger Geld für den Schienenverkehr ist nötig, damit Bahnfahren bezahlbar und attraktiv bleibt.



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