DyStar im Chempark Leverkusen. BILD: DYSTAR
DyStar im Chempark Leverkusen. BILD: DYSTAR
Leverkusen -
DyStar, die ehemalige Abteilung für Textilfarben, stellte am Montag in Frankfurt den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Alle drei deutschen Gesellschaften, darunter die Holding, sind zahlungsunfähig. Weiteren Angaben zufolge ist jedoch der gesamte, weltweit aktive Konzern bedroht: Rund 3000 Mitarbeiter in elf Ländern müssen um ihre Arbeitsplätze bangen. In Leverkusen beschäftigt DyStar noch etwa 400 Menschen. Ein Sozialplan, der Mitte Mai verabredet worden war und neben 25 betriebsbedingten Kündigungen 38 „sozialverträgliche“ Stellenstreichungen vorsah, ist nach dem kompletten Aus obsolet. Am Dienstag befanden sich Betriebsrat, Vertreter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und die Leverkusener Geschäftsführung den ganzen Tag in Besprechungen. Nach Angaben eines Mitarbeiters ruht im Werk Brunsbüttel, das ehemals unter Bayer-Regie stand, derzeit die Produktion, weil die frühere Muttergesellschaft keine Energie mehr liefert, weil sie nicht bezahlt wird.
Noch am Wochenende war darüber spekuliert worden, ob DyStar verkauft wird.