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Kommentar zur SPD

Riskantes Sturmmanöver

Von Tobias Peter, 29.09.09, 21:19h, aktualisiert 30.09.09, 10:16h

Die SPD muss sich neu aufstellen. Steinmeier ist nicht der starke Mann von morgen. Aber er kann helfen, dass kein Chaos ausbricht. Und der künftige Vorsitzende muss der Partei neues Leben einhauchen, wieder eine Identität geben.

Frank-Walter Steinmeier
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Frank-Walter Steinmeier. (Bild: dpa)
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Frank-Walter Steinmeier. (Bild: dpa)
Der alte Kahn SPD droht abzusaufen - und die Mannschaft hat Franz Müntefering das Ruder entrissen. Das Manöver ist brandgefährlich, weil sich bei unklaren Kommandostrukturen der Untergang noch mal beschleunigen kann.

Im Augenblick ist es richtig, die Last der Verantwortung auf mehrere zu verteilen. Das Schiff vorm Kentern bewahren, die Segel zugleich flicken und setzen: Allein wäre damit selbst eine herausragende politische Persönlichkeit überfordert. Die aber fehlt der SPD zurzeit ohnehin. Auch gemeinsam kann die Rettung aber nur gelingen, wenn alle abgestimmt handeln.

Steinmeier ist nicht der starke Mann von morgen. Aber er kann helfen, dass kein Chaos ausbricht. Andrea Nahles soll das linke Profil der SPD schärfen - ohne sie mit der Linkspartei verwechselbar zu machen. Der künftige Vorsitzende muss der Partei neues Leben einhauchen, wieder eine Identität geben. Dafür muss er zeigen, dass er für mehr steht als eigene Karriereambitionen.



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