Von Paul Kreiner, 01.10.09, 10:19h, aktualisiert 01.10.09, 10:41h
„Lieber Patrizio, entschuldige die Störung, aber in der Tacitus-Straße (wo Mancini ein Orthopädie-Geschäft betreibt) hat die Müllabfuhr einige Container in absolut unerträglicher Weise platziert, ohne jede Logik, wahrscheinlich dem Druck irgendeines Menschen mit Beziehungen nachgebend. Kannst Du mir sagen, ob es eine kommunale Richtlinie dazu gibt und was man eventuell tun kann, um wieder eine geregelte Aufstellung hinzukriegen? Marcello Mancini“
„Sehr geehrter Dr. Mancini, in Ihrer Email weisen sie auf eine persönliche Problematik hin, die meine Kompetenzen übersteigt. Es wäre entwürdigend, wenn ein Abgeordneter (zum Gemeindeparlament) sich mit Müllcontainern beschäftigen müsste, umso mehr, wenn diese vor dem Geschäft eines Privatmanns stehen. Mit tiefem Bedauern stelle ich fest, dass Sie den Sinn meiner politischen Arbeit nicht begreifen. Ich versuche, mich klar auszudrücken.
Bei den Wahlen, die ich gewonnen habe, haben Sie mich nicht gewählt. Im Gegenteil: Mehrmals im Lauf der letzten Jahre haben sie Abneigung gegenüber Berlusconi bekundet. Da kommt mir spontan eine Frage: Warum wenden Sie sich an mich? Warum sollte ich mich für Sie verwenden? Womöglich halten sie mich für einen Idioten, der sich von Jedwedem ausnutzen lässt. Oder, noch beleidigender, für ihren Kammerdiener. Ich arbeite nur für diejenigen, die mich wählen. Ich bin schließlich Politiker, nicht Missionar.
Patrizio lässt sich nicht "verarschen"
Deshalb: 1. Entweder Sie verpflichten sich in aller Form - indem sie mit mir einen Blutspakt schließen - mich 2013 (bei der nächsten Kommunalwahl) zu wählen. Oder, 2., wenn sie das nicht vorhaben, dann wenden Sie sich nicht an mich. Zum Schluss möchte ich Ihnen mitteilen, dass Sie mir - wenn Sie meine Professionalität in Anspruch nehmen wollen - folgendes angeben müssen: Vor- und Familienname und Adresse, damit ich feststellen kann, in welchem Stimmbezirk Sie wählen und damit ich kontrollieren kann, ob Sie mir Ihre Vorzugsstimme geben oder nicht. Dann brauche ich noch: Ihre Telefonnummern - Festnetz und Handy -, damit ich Sie erreichen kann, wenn wir Ihre Stimme und die Ihrer Familie brauchen.
Wenn Ihnen nicht danach ist, mit dem Unterzeichner diesen Pakt zu schließen, lade ich Sie ein, sich an Personen zu wenden, die Sie auch wählen. Ich lasse mich von niemandem verarschen! Patrizio Bianconi, Abgeordneter“
Immerhin .....
01.10.2009 | 12.27 Uhr | strassenkind
ehrlich ist er . Da kann ja selbst Münte noch einiges dazulernen .
Ja!
01.10.2009 | 11.38 Uhr | brt2ww2
Genau so stellt man sich Berlusconis Italien vor!
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