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Droste-Verlag

Islam-Krimi zurückgezogen

Erstellt 05.10.09, 10:14h, aktualisiert 05.10.09, 16:24h

Aus Furcht vor islamistischen Attacken soll der Düsseldorfer Droste-Verlag einen Ehrenmord-Krimi zurückgezogen haben. Der Verleger sagt, man habe schlicht keine religiösen Gefühle verletzen wollen. Die Autorin des Krimis habe bewusst eine Kampagne los getreten.

Karikaturenstreit Mohammed
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Die Mohammed-Zeichnung eines dänischen Karikaturisten führte zu zahlreichen islamistischen Drohungen. (Archivbild: ksta)
Karikaturenstreit Mohammed
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Die Mohammed-Zeichnung eines dänischen Karikaturisten führte zu zahlreichen islamistischen Drohungen. (Archivbild: ksta)
"Aus Angst vor Islamisten hat der Düsseldorfer Droste-Verlag einen Ehrenmord-Krimi zurückgezogen." - Diese Meldung verbreiteten am Sonntag diverse Nachrichtenagenturen. Das Buch mit dem Titel „Wem Ehre gebührt“ habe ursprünglich im September erscheinen sollen, sei jedoch kurz vor der Drucklegung von Droste es aus dem Programm genommen woren, weil die Autorin Gabriele Brinkmann - Pseudonym W.W. Domsky - sich geweigert habe, Stellen zu entschärfen.

Verleger Felix Droste sagte am Montag gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger": "Wir ziehen das Buch zurück, weil darin einige Passagen enthalten sind, die die religiösen Gefühle von Muslimen verletzen könnten. Sie werden in unserem Verlag kein Buch finden, dass die Gefühle von Anhängern irgendeiner Religion verletzen könnte."

Der Verlag habe das Buch von der Düsseldorfer Juristin Gülsen Celebi prüfen lassen. Celebi vertrat bereits mehrfach Opfer von häuslicher Gewalt, Zwangsheirat und Ehrenmord-Drohungen. "Frau Celebi hat mehrere Passagen als kritisch eingestuft", so Droste. Daher habe man der Autorin angeboten, etwa die Passage "Schiebt euch euren Koran doch in den..." durch "Schiebt euch eure Ehre doch in den..." abzuändern. Droste: "Das wollte Frau Brinkmann aber aus mir unverständlichen Gründen nicht." Deswegen habe der Verlag beschlossen, den Krimi "Wem Ehre gebührt", der mit einer Startauflage von 3000 Exemplaren erscheinen sollte, nicht zu veröffentlichen.

Die Autorin Gabriele Brinkmann zeigte sich laut „Bild am Sonntag“ empört über dieses Vorgehen: „Es ist ein Skandal, dass ein Verleger den Schwanz einzieht.“

'Brinkmann habe dem Verlag mit der "Pressekampagne" keinen Gefallen getan, so Droste. "Inzwischen kriegen wir schon Droh-Mails aus der rechten Ecke, die uns vorwerfen, eingeknickt zu sein." Einen Kontakt zu Brinkmann wollte Droste nicht vermitteln. (sim)



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