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Hockey

Schaulaufen der Olympiasieger

Von Susanne Rohlfing, 04.10.09, 20:00h

Der amtierende deutsche Hockey-Meister Rot-Weiß Köln gewinnen mit 5:0 gegen Düsseldorf und 8:3 gegen Mülheim. Die Damen des Klubs unterliegen Rüsselsheim im Penaltyschießen.

Nicola Müller
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RW-Spielerin Nicola Müller (Mitte). (Bild: Dahmen)
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RW-Spielerin Nicola Müller (Mitte). (Bild: Dahmen)
Köln - Für das erfolgreiche Schaulaufen der Olympiasieger hatten die Kontrahenten des Hockey-Erstligisten Rot-Weiß Köln auch an diesem Wochenende kein wirksames Gegenmittel parat. Auf der eigenen Anlage am Olympiaweg deklassierte der Deutsche Meister zunächst den Tabellenfünften Düsseldorf mit 5:0 und schlug dann Uhlenhorst Mülheim mit 8:3. Wenn es überhaupt möglich ist, aus dem Starensemble herauszustechen, dann taten das diesmal Christopher Zeller und Benjamin Weß.

Weltklassestürmer Zeller steuerte gegen Düsseldorf zwei Treffer bei und gegen Mülheim fünf, nach sechs Spielen steht er mit 15 Toren einsam an der Spitze der Torschützenliste. Die gute Bilanz dieses Wochenendes verdankt der Olympiasieger ausnahmslos seiner Klasse als Eckenschütze - und der Brillanz der Eckenformation von Rot-Weiß. Ihre Überlegenheit brachte den Kölnern ein Urteil von Düsseldorfs Trainer Volker Fried ein, das zwar nicht so klingt, aber wohl als Lob gelten muss. Er sagte: „Diese Niederlage können wir durchaus verschmerzen. Das war für uns das unwichtigste Spiel der ganzen Saison.“

Gegen Mülheim war bei einem Duell der Eckenteams (sechs der acht Kölner Treffer vielen nach Ecken, ebenso wie alle drei Tore der Mülheimer) zwar Christopher Zeller der erfolgreichste Torschütze, aber Kölns Trainer Christoph Bechmann war auch begeistert von Spielfreude und Durchsetzungsvermögen von Benjamin Weß. „Das war unmenschlich, was er gezeigt hat. Eine solche Leistung in einem Hockeyliga-Spiel habe ich noch nicht gesehen“, lobte Bechmann.

Weniger erfolgreich verlief die Partie der Damen des Klubs gegen Rüsselsheim. Nach einem 0:0 in der regulären Spielzeit konnte die Mannschaft von Trainer Markus Lonnes aus dem Penalty-Schießen nach einem 3:4 nur einen Punkt erobern. Dennoch liegen die Kölnerinnen nach sechs Spielen weiterhin auf dem vierten Tabellenplatz der Ersten Liga, die Endrunde der besten vier Teams bleibt also in erreichbarer Nähe. Wieder war die Chancenauswertung das Problem der Kölnerinnen. „Vor dem gegnerischen Tor fehlte uns heute einfach der Biss“, kritisierte Markus Lonnes. Kölns Lena Arnold, Janine Sasserath und Marion Rodewald trafen im Penaltyschießen, Pia Eidmann und Nicole Pahl vergaben.

Mühsam sammeln die Kölner Zweitliga-Klubs ihre Punkte. Blau-Weiß feierte im Derby gegen Leverkusen mit einem 3:0 den ersten Sieg der Saison. Schwarz-Weiß musste sich am Samstag zunächst wie erwartet Harvestehude geschlagen geben. Trainer Robert Willig hatte im Vorfeld davon gesprochen, an diesem Wochenende vielleicht sogar die „Frechheit“ zu besitzen, sechs Punkte anzustreben. Doch nach einem deutlichen 0:7 gegen Harvestehude kam das Team auch gegen Klipper Hamburg über ein 2:2 und schließlich einen 2:1-Erfolg im Penalty-Schießen nicht hinaus.



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