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Design-Messe

Ökorausch liegt voll im Zeitgeist

Von Elisabeth Schanz, 11.10.09, 18:39h, aktualisiert 12.10.09, 10:47h

Weg vom Klischee: Die Entwerfer von nachhaltigem Design wollen raus aus der „Körner-Ecke“. Die Öko-Messe im ehemaligen Ehrenfelder Güterbahnhof zeigt: Design mit Umwelt-Bewusstsein ist alles andere als langweilig.

Güterbahnhof Ehrenfeld
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„Messe für Design mit Bewusstsein“: Im ehemaligen Güterbahnhof Ehrenfeld wurden hochwertige alternative Angebote vorgestellt. (Bild: Rako)
Güterbahnhof Ehrenfeld
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„Messe für Design mit Bewusstsein“: Im ehemaligen Güterbahnhof Ehrenfeld wurden hochwertige alternative Angebote vorgestellt. (Bild: Rako)
Ehrenfeld - „Ökorausch“ ist so ein Name, der direkt mit Bildern behaftet ist: Paare mit verfilzten Haaren und ausgetreten Schuhen, die auf einer Wiese Akustikgitarre spielen. Das Publikum der „Messe für Design mit Bewusstsein“, die am Wochenende ein wenig versteckt am ehemaligen Güterbahnhof Ehrenfeld veranstaltet wurde, sieht ganz anders aus. Die Gäste tragen bunte Turnschuhe und moderne Kleidung und sind auf der Suche nach neuen Trends.

Neben der Schaffung von Netzwerken ist eines der Ziele, dieses Klischee von der „Körner-Ecke“ zu vermeiden, sagt Pressesprecherin Sabine Lydia Müller. „Reflexion und Nachdenklichkeit gehören doch heute zum Zeitgeist - einfach nur teure Klamotten tragen reicht nicht mehr, die Leute haben Lust auf nachhaltiges Design.“

Der erste Kontakt mit Öko-, Bio- und Fair-gehandelten Designstücken soll dementsprechend Spaß machen und auf keinen Fall belehrend wirken. Deshalb gibt es hier Kunstobjekte wie kleine Männchen aus alten Zeitungen - „Zeitzeugen“ - zu bestaunen und Ketten mit Kronkorken-Anhängern oder Kinderkleidchen aus handbestickten, alten Geschirrtüchern zu erwerben. Schick und modern, „aber mit ideellem Wert dahinter“, so Müller.

„Kreativität fördern“

Schirmherrin der Verkaufsmesse ist Angela Spizig, die grüne Bürgermeisterin. In ihrer Eröffnungsrede betont sie, wie wichtig es ihr ist, „dass die Stadt Räume für Kreativität, Entwicklung und Experimente zur Verfügung stellt. Wir haben in Köln all diese tollen Leute, denen müssen wir Platz geben.“ Diese tollen Leute nutzen ihre Kreativität jetzt also „nachhaltig“ - mit bunten Turnschuhen und Bio-Eis zum Nachtisch.



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