Von Nadine Hantke, 12.10.09, 11:23h
Auf dem Grünstreifen hinter den Häusern der Ohmstraße 42-52 stehen mehr als 120 teilweise schon recht alte Bäume. Diese waren durch die Baupläne des Grundstückseigentümers „Königreich Direkt“, einer Tochterfirma der „Frey AG“ gefährdet. Auch seltene Tiere, wie Mäusebussarde, Papageien und Fledermäuse wollen die Anwohner in den Bäumen schon gesichtet haben. „Das hier ist die letzte Grünfläche der Physikersiedlung“, sagt ein Anwohner.
Liebgewonnene Natur hinter dem HausBeim Kauf der Eigenheime vor rund drei Jahren wussten die Bewohner, dass eine Bebauung der Grünfläche geplant war, heute jedoch möchte keiner mehr das kleine Stück Natur hinter dem heimischen Garten missen und so wandten sich die Anwohner an Ratsfrau Monika Möller (SPD). Die Politikerin setzte sich daraufhin im Stadtrat für eine genaue Untersuchung des Geländes ein. Das Stadtplanungsamt ließ die Umweltrelevanz prüfen und kam zu dem Schluss, dass der Architekt einen neuen Bebauungsplan für das Gelände vorlegen müsse, in dem die Bäume geschützt werden. „Wir werden bei unseren Planungen auf die erhaltenswerten Bäume Rücksicht nehmen und eventuell weniger als die sieben geplanten Doppelhäuser bauen. Man könnte bei einer Bebauung auch auf die Fledermäuse Rücksicht nehmen“, sagte Stefan Frey, Geschäftsführer der „Frey AG“.
Der Unteren Landschaftsbehörde zufolge muss jedoch „wahrscheinlich der größte Teil des Baumbestandes erhalten werden.“ „Dann würden hier ja eh nur noch zwei Häuser hinpassen“, meint ein Anwohner. Er berichtet, dass die Bewohner der Ohmstraße über die aktuelle Wende der Situation „hellauf begeistert“ seien. „Am besten wäre es, wenn der Streifen an die Stadt Köln zurückgeht und wir Bewohner das Gelände pachten“, schlägt er vor. Bisher hatten sich die Bewohner schon häufig um die Säuberung des Grünstreifens gekümmert. „Königreich Direkt“ hat nun Bauzäune um das Gelände aufstellen lassen. Diese sollen vor unbefugtem Betreten schützen. „Da schmeißt momentan jeder seinen Müll drauf“, erklärt Frey.
Bauzäune darf der Grundstückseigentümer aufstellen, ob und wann hier jedoch jemals schweres Gerät anrücken wird, bleibt jedoch fraglich. Die Untere Landschaftsbehörde, als Abteilung des Umweltamtes, will demnächst noch weitere Untersuchungen des Baumbestandes und der dort lebenden Tiere durchführen. Bis dahin können sich die Anwohner jedoch sicher sein, dass kein Baum gefällt werden darf.
Falschaussagen vom Schwarzen Peter auch noch
16.10.2009 | 18.55 Uhr | kalus66
Auch ich bin ein Anwohner der Ohmstrasse ich stimme dem letzten Kommentar voll zu und habe noch folgendes anzumerken.
Herr Frey stellt einen Zaun…
Gott sei Dank - Profitgier gestoppt
15.10.2009 | 16.17 Uhr | thommy888
Ich wohne in der Ohmstraße und finde es Klasse, dass dieses Bauprojekt gestoppt wurde.
Es stimmt - allen Käufern der neu entstandenen Wohnungen war…
Habgier vor der Natur
13.10.2009 | 19.47 Uhr | angel61
Das Areal in der Physikersiedlung hat so gut wie keine Grünflächen mehr. Von den großen Freiflächen in der Siedlung sind alle zugebaut und mit…
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