Von Matthias Pesch, 12.10.09, 19:46h
Unterdessen geht die zum Teil heftige Auseinandersetzung in der Gemeinde um dieses Vorhaben weiter. Kritiker aus dem „Mittwochsforum“, das sich mit diesem Thema beschäftigt, fordern eine grundlegend neue Debatte über das Projekt. „Diese Diskussion muss offen geführt, alle denkbaren Alternativen, auch ein Erhalt der Kirche, müssen untersucht werden“, sagt Lorenz Töpperwien, der Mitglied im Bezirkspresbyterium für die Christus- und die Thomaskirche war. Denn der Beschluss über die Umgestaltung des Geländes sei „eine Richtungsentscheidung, die die Gemeinde und das Viertel über Jahrzehnte prägt“.
Die vorliegenden Pläne stammen von der Arbeitsgemeinschaft Klaus Hollenbeck Architekten und Maier Architekten. Danach soll die marode Kirche, für deren dringend notwendige Sanierung die Gemeinde kein Geld hat, abgerissen werden; statt dessen sollen zwei jeweils fünfstöckige Gebäuderiegel mit Wohnungen entstehen. Zwischen diesen Riegeln sehen die Pläne einen Raum für 200 Menschen vor, in dem die Gemeinde Gottesdienst feiern, der aber auch für andere, etwa kulturelle Zwecke genutzt werden kann. Turm und „Basement“ bleiben erhalten und im Besitz der Gemeinde.
Die Kritik setzt an mehreren Punkten an: Töpperwien und seine Mitstreiter bemängeln, dass die Gemeinde nicht frühzeitig in die Planungen einbezogen worden sei und dass es kein inhaltliches Konzept für die künftige Gemeindearbeit gebe, nach dem sich der Raumbedarf und die Baupläne ausrichten sollten - nach ihren Vorstellungen könnte dort zum Beispiel ein interkulturelles Zentrum ent stehen. Sie kritisieren, dass die geplanten Wohnungen offenbar vorwiegend für besser verdienende Bürger gedacht seien und äußern sich zudem „ausgesprochen enttäuscht“ darüber, dass ein von ihnen initiiertes, hochkarätig besetztes Symposium „so wenig Resonanz“ und offenbar keinen Einfluss auf die weiteren Planungen gefunden habe.
Bonhoeffer und Pfarrerin Eva Esche äußern Verständnis für die Sorgen der Gemeindeglieder, weisen aber die Kritik zurück. Die Diskussion über die Zukunft der Christuskirche laufe seit vielen Jahren, sowohl im Presbyterium als auch auf öffentlichen Veranstaltungen, „und wir können nicht immer wieder von vorne anfangen“. Bonhoeffer betont: „Wir haben alles grundlegend durchdacht.“ So auch die inhaltliche Gestaltung des Gemeindelebens: 2007 sei nach zweijähriger Diskussion entschieden worden, dass innerhalb der Gemeinde Köln „der Standort Christuskirche als Gemeindezentrum aufgegeben“ werde. Lediglich Gottesdienste sollen dort stattfinden und die Seniorenarbeit fortgesetzt werden. Auch die Möglichkeit von sozialem Wohnungsbau an dieser Stelle sei geprüft worden, „aber das rechnet sich nicht“, so der Pfarrer. Die Gemeinde denke allerdings darüber nach, das Areal nicht zwingend zu verkaufen, sondern möglicherweise in Erbpacht zu vergeben. Die Gemeinde will außerdem zwei Häuser verkaufen, für die es laut Bonhoeffer Interessenten gibt. Der Erlös soll der Gesamtgemeinde mit ihren vier Bezirken zugute kommen.
Christuskirchen-Areal
21.10.2009 | 02.12 Uhr | Anne21
Als ehemaliges Presbyteriums-Mitglied und einst an der Christuskirche aktive Christin, wundere ich mich einmal mehr, dass die "Oberen" unserer…
Leere Gemeinde-Wohnungen
13.10.2009 | 12.22 Uhr | AnWohnerin
Der Gemeinde geht es finanziell so schlecht, daß sie es sich sogar erlauben kann, in den zum Verkauf stehenden Gemeinde-Häusern Werderstrasse - Ecke…
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