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Galerie

Ein Forum für junge Künstler

Von Claudia Hauser, 13.10.09, 19:04h, aktualisiert 14.10.09, 08:49h

Nach drei Jahren Pressearbeit für ein Designportal hat Ioanna Paraskeva genug von der virtuellen Welt und eröffnet mitten im Belgischen Viertel eine Galerie. Dort dürfen sich jetzt Nachwuchs-Designer mit ihren Vorstellungen von Utopie auseinandersetzen.

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Junges, internationales Design präsentiert Ioanna Paraskeva in ihrer Galerie im Belgischen Viertel. (Bild: Worring)
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Junges, internationales Design präsentiert Ioanna Paraskeva in ihrer Galerie im Belgischen Viertel. (Bild: Worring)
Innenstadt - Die Kalashnikow aus gebogenem Stahl setzt sich blutrot von der weißen Wand ab - überdimensional groß. Die todbringende kalte Waffe ist aber mit weichen Kunstfasern überzogen. Der amerikanische Künstler Frank Plant zeigt, dass eine Utopie - der Traum von Freiheit, von einer friedlichen Welt - leicht in ihr Gegenteil kippen kann. Der Traum von einer besseren Welt lässt sich nicht mit Waffen verwirklichen. Diese Tragik der Unrealisierbarkeit ist aber oft ein elementarer Teil solcher Wunschvorstellungen.

In ihrer Ausstellung „Utopie jetzt! / utopia now!“ zeigt die Galeristin Ioanna Paraskeva die Kreationen junger internationaler Nachwuchs-Designer und Künstler. Im September hat sie ihre Contain Gallery mitten im Belgischen Viertel eröffnet. Und damit den Schritt aus der virtuellen Welt zurück in die Realität gewagt - die 35-Jährige war drei Jahre lang verantwortlich für die Pressearbeit bei „Designspotter“, Europas größtem Online Design Portal. Die digitale Welt erschien ihr jedoch zu atemlos, zu anonym. „Ich möchte wieder mit Galeristen und Kunden zu tun haben, denen ich die Hand schütteln kann“, sagt sie.

Vor allem jungen Künstlern möchte sie in ihrer Galerie ein Forum bieten, teilweise haben sie gerade erst ihr Studium beendet. Sie alle haben ihre eigenen Vorstellungen einer Utopie. Die Stehlampe aus Überwachungskameras als Leuchten erinnert an totalitäre Überwachung, wie George Orwell sie in seinem Roman „1984“ beschrieben hat. Die Lampe der schwedischen Designer Per Emanuelsson und Bastian Bischoff steht somit für eine Anti-Utopie, eine erleuchtete Überwachung. Wenn man so will. Gleichzeitig ist die Lampe ein nutzbarer Gegenstand, dessen außergewöhnliches Design ganz für sich stehen kann.



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