Von Klaus Dieter Oehler, 18.10.09, 21:52h
Die Fragezeichen hinter dem Verkauf von Opel und Vauxhall sind auch nach mehreren Monaten Verhandlung nicht weniger geworden. Gleich drei professionelle Berater kamen zwar zum Schluss, dass Opel grundsätzlich sanierungsfähig ist - aber dass die Lösung mit Magna nicht unbedingt die ist, die am meisten Erfolg verspricht. Egal, Bedenken wurden aus dem Weg geräumt, früh hatte sich die Bundesregierung auf den österreichischen Weg festgelegt. Das hat die Brüsseler EU-„Kommission auf den Plan gerufen, und auch die Spanier und Briten, die mit für die Opel-Rettung zahlen sollen, verärgert. Deswegen steht jetzt das ganze Geschäft wieder auf dem Prüfstand. Bezeichnend, dass die Beteiligten einen Vertrag unterzeichnen wollen, der unter so vielen Vorbehalten steht, dass ohnehin nichts vereinbart würde. Vorbehalt eins sind Milliardenhilfen, die Berlin dem Käufer möglicherweise voreilig zugesagt hat. Vorbehalt zwei sind die Rechte der Mitarbeiter, die an dem neuen Unternehmen zwar zehn Prozent halten sollen, mit Lohnverzicht den Preis aufbringen und daher auch mitreden wollen. Vorbehalt drei, und der wiegt am schwersten: Überlebt Opel langfristig?
„New Opel“ braucht viel Geld, um erfolgreich zu sein. Wo soll das herkommen? Und „New Opel“ braucht viele Kunden. Experten meinen, es müssten vier Millionen sein, wenn es 2020 noch Opel-Modelle geben soll.
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