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Atomstreit

G8 setzen Iran Frist bis September

Erstellt 09.07.09, 07:22h, aktualisiert 09.07.09, 08:14h

Die G8-Staaten haben dem Iran im Streit um dessen Atomprogramm eine Frist bis Ende September gesetzt. „Wenn es bis dahin keine Fortschritte gibt, werden wir Entscheidungen treffen müssen“ sagte Frankreichs Präsident Sarkokzy.

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Nicloas Sarkozy. (Bild: dpa)
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Nicloas Sarkozy. (Bild: dpa)
ROM - Bis zum G20-Treffen in Pittsburgh seien Mitglieder der Gruppe bereit, Verhandlungen eine Chance zu geben, sagte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy am Mittwoch nach Gesprächen mit seinen G8-Kollegen im italienischen L'Aquila. Zugleich teilten die sieben führenden Industriestaaten und Russland gemeinsam mit, sich für eine diplomatische Lösung des Konflikts einsetzen zu wollen.

Der Iran betreibt ein Atomprogramm, das nach Angaben aus Teheran ausschließlich der zivilen Nutzung dient. Der Westen fürchtet aber, dass das Land unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung an Atomwaffen arbeitet.

In einer gemeinsamen Erklärung erklärten die Gipfelteilnehmer ihre "ernsthafte Besorgnis" über die Gewalt im Iran nach dem umstrittenen Ausgang der Präsidentenwahl am 12. Einmischung in die Berichterstattung, das ungerechtfertigte Festhalten von Journalisten und die jüngsten Festnahmen von Ausländern seien "inakzeptabel", kritisierten die Staats- und Regierungschefs.

Der französische Präsident Sarkozy drang in diesem Zusammenhang erneut auf die sofortige Freilassung der französischen Uni-Mitarbeiterin Clotilde Reiss, die seit dem 1. Juli in iranischer Haft sitzt. Die iranischen Behörden werfen der 23-Jährigen Spionage vor, was die französische Regierung vehement zurückweist.

Sarkozy zufolge verurteilten die Gipfelteilnehmer zudem einmütig die "inakzeptablen" Äußerungen des wiedergewählten iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zum Holocaust. Ahmadinedschad hat den Völkermord an den Juden immer wieder geleugnet. (afp, rtr)



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