Erstellt 09.07.09, 07:51h, aktualisiert 09.07.09, 09:01h
Politisch unhygienisch
"Das sind Dimensionen, die bisher keiner geahnt hat", sagte Schroeder der "FTD": "Die Überprüfungen waren sehr standardisiert und oberflächlich." Beispielsweise seien Zollbeamte oder Personenschützer zu großzügig behandelt worden. Sie galten politisch als eher unbedenklich. Der Landesbeauftragte für Stasi-Unterlagen in Magdeburg, Gerhard Ruden, hält eine neue Überprüfung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst für erforderlich. "Das ist eine Frage der politischen Hygiene", sagte Ruden der "FTD". Sinnvoll sei eine solche Prüfung, weil erst heute die Stasi-Akten zum allergrößten Teil erschlossen seien, sagte er. Mitte der 90er Jahre seien drei Viertel der Akten noch gar nicht ausgewertet gewesen: "Damals unbeschriebene Blätter könnten inzwischen zu einer großen Belastung geworden sein."
Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Bürgerrechtler Stephan Hilsberg sagte der "Mitteldeutschen Zeitung", die Beschäftigung im öffentlichen Dienst an sich sei noch nicht das Problem. Es sei zu akzeptieren, wenn solche Leute als Pförtner arbeiteten. Wenn sie aber wie beim Landeskriminalamt Brandenburg in Leitungspositionen tätig seien, sei das nicht hinnehmbar. Ähnliches gelte in Schulen. So sei ein früherer Stasi-Mitarbeiter als Lehrer für Werken oder Mathematik vorstellbar. Unvorstellbar sei, dass er politische Bildung oder Geschichte unterrichte.
Der frühere sächsische Innenminister Heinz Eggert (CDU) sagte, in Sachsen habe man intensiv geprüft. So seien nach der Wende mehr als 1000 Polizisten wegen Stasi-Tätigkeit entlassen worden, 600 seien von allein gegangen - und das in einer Zeit, in der dem Land 2000 Polizisten gefehlt hätten. Andererseits seien viele "Leute, die ich nicht haben wollte, von den Gerichten zurück geschickt worden."
Auch das BKA ist betroffen
Auch für das Bundeskriminalamt arbeiten auch eine Reihe ehemaliger Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit. "Aufgrund des Einigungsvertrages sind sowohl vom Innenministerium der DDR als auch in wenigen Einzelfällen aus dem Bereich der Staatssicherheit Mitarbeiter übernommen worden", sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Die Behörde übernahm nach der Wiedervereinigung 48 hauptamtliche Stasi-Mitarbeiter der Abteilung Personenschutz, 23 sind noch heute in der Bundesbehörde beschäftigt. Einer von ihnen gehört auch zum Personenschutzkommando von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Der Sprecher des Bundesinnenministeriums betonte: "Jeder Einzelfall ist genauestens geprüft worden." (afp, ddp, dpa)
Empfehlung
09.07.2009 | 22.21 Uhr | Schwarznase
Ich empfehle diesem 1234 Heinz einmal, nicht auf die Behauptungen des Oskar Lafontaine zu hören. Dieses Mär von FDJ und Agitation sind Sagen der…
Entstasifizierung
09.07.2009 | 15.04 Uhr | Mabuse
Eine wirkliche Enstasifizierung hat es in der Bundesrepublik ja nie gegeben. Überall existieren die Stasi-Seilschaften noch. SED-Genossen und…
die FDJ Sekretärin
09.07.2009 | 13.18 Uhr | Heinz-1234
für Agitation und Propaganda Frau Merkel wird sicher keine Schwierigkeiten haben von ihren alten Stasigenossen "personengeschützt" zu werden. Man ist…
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige

Frankfurter Rundschau
Regierungschef Papademos - "Griechenland steht am Ground Zero"Fußball - Hertha Berlin feuert Trainer Skibbe

EXPRESS
Chaos in Berlin - Skibbe gefeuert - Chaoten stürmen Trainingsgelände„Die Krone fühlt sich toll an“ - Gülck im Glück! Isabel aus Horst ist Miss Germany

Spiegel Online
Trash-Kinofilm "Iron Sky": Nazis im WeltallSchuldenkrise: Seehofer fordert Volksabstimmung über Euro-Hilfen