Von Martin Gehlen, 15.07.09, 11:14h, aktualisiert 16.07.09, 08:27h
Das dreistrahlige Flugzeug der Caspian Airlines war gegen 11. 30 Uhr auf dem Imam Chomeini Flughafen der iranischen Hauptstadt gestartet. Wie die halbstaatliche Nachrichtenagentur Fars berichtete, hätten die Piloten kurz danach technische Probleme gemeldet und eine Notlandung versucht. Der Chef der armenischen Zivilluftfahrtgesellschaft erklärte auf einer Pressekonferenz, ein Triebwerksbrand hätte das Unglück ausgelöst - nannte dies aber einschränkend „keine offizielle Version der Absturzursache“.
Die 22 Jahre alte Maschine sollte von Teheran in die armenische Stadt Eriwan fliegen. Sie hatte nach Angaben der Fluggesellschaft vor allem armenische und georgische Passagiere an Bord, deren weinende Angehörige sich am Nachmittag auf dem Flughafen von Eriwan einfanden. Unter den Passagieren waren auch zehn Mitglieder der iranischen Judo-Jugendnationalmannschaft, acht Athleten und zwei Trainer. Sie wollten sich nach Angaben des staatlichen Fernsehens in Eriwan mit dem armenischen Nationalteam auf einen Wettkampf am 6. August in Ungarn vorbereiten.
Den Rettungskräften an der Unglücksstelle bot sich ein schreckliches Bild. „Es hat eine Explosion gegeben, die einen zehn Meter tiefen Krater gerissen hat“, sagte ein Feuerwehrmann. „Wir konnten nichts mehr tun. Wir haben versucht, das Feuer zu löschen, so gut wir konnten.“
Die Fernsehbilder zeigten Helfer, die hilflos in den teilweise noch rauchenden Trümmern hin- und hergingen. Die Körper der Menschen an Bord seien „komplett verbrannt“, sagte Kaswins Polizeichef Massoud Jafarinasab. Abgesehen von dem Notruf der Piloten gibt es über die Ursache des Absturzes bislang keinerlei gesicherte Informationen. Soldaten jedoch suchen nach Angaben der Provinzregierung nach dem Flugschreiber. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad sprach unterdessen den Familien, dem iranischen Volk und Irans oberstem geistlichen Führer, Ayatollah Ali Chamenei, sein Beileid aus und kündigte eine rasche Untersuchung der Unglücksursache an.Die Fluggesellschaft Caspian Airlines wurde 1993 als Joint Venture des Iran und Russlands gegründet. Sie besitzt drei Maschinen des Typs Tupolew 154, deren Wartung nicht durch westliche Sanktionen behindert wird. In den vergangenen Jahren gab es im Iran mehrere Flugzeugunglücke mit veralteten und schlecht gewarteten russischen Maschinen. Am 12. Februar 2002 starben alle 119 Passagiere, als eine Tupolew 154 von Iran Airtour nahe der westiranischen Stadt Khorramabad gegen einen Berg prallte. Am 19. Februar 2003 verunglückte eine Iljuschin 76, die als Truppentransporter diente, im Südosten des Landes. Alle 276 Insassen starben, die meisten gehörten den Revolutionären Garden an. Im September 2006 starben 29 der 148 Insassen, als eine Tupolew 154 in der östlichen Stadt Maschhad von der Landebahn abkam und in Flammen aufging. (afp, dpa)
Hintergrund: Die Tupolew Tu-154
Chronologie: Viele Tote bei Flugzeug-Unglücken im Iran
Schweres Unglück: Sog zieht Mann aus Flugzeug
digitus
17.07.2009 | 10.30 Uhr | toleranz
Was wollen Sie? Internetzensur? WAs soll das bringen nach Prüfung etwas zu zulassen? Derjenige der prüft entscheidet, auch schon wieder subjektiv.…
Kulturmörder-Schramma/Kulturmörder.Schramma
15.07.2009 | 21.51 Uhr | riverphoenix
oder wie nu auch immer.
Ich kenne weder den Fraktionsvorsitzenden der FDP im Kölner Stadtrat noch habe ich irgendein Interesse an seinem oder…
Als "K....._S......" wurde er
15.07.2009 | 19.02 Uhr | riverphoenix
ja schon rausgeschmissen. Ebenso wie unter seinen vielen, vielen anderen User-Namen. Leider hat er nichts gelernt. Nun versucht er es halt mit nem…
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