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Hilfe für die ARD

Raab soll Grand Prix retten

Erstellt 20.07.09, 12:44h, aktualisiert 20.07.09, 13:57h

20. Platz in diesem Jahr, davor sogar nur Letzter: Der Eurovision Song Contest ist für Deutschland keine Erfolgsgeschichte. Doch es gibt ein Licht am Horizont: Stefan Raab castet den Teilnehmer für 2010.

Stefan Raab
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Stefan Raab bei seiner Teilnahme am Eurovision Song Contest im Jahr 2000. (Bild: dpa)
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Stefan Raab bei seiner Teilnahme am Eurovision Song Contest im Jahr 2000. (Bild: dpa)
HAMBURG - ProSieben-Entertainer Stefan Raab wird die ARD nun doch beim Eurovision Song Contest unterstützen. Wie der federführende NDR am Montag in Hamburg mitteilte, wird Raab gemeinsam mit dem Ersten, ProSieben sowie den Pop- und jungen Wellen des ARD-Hörfunks den deutschen Beitrag für das Finale des "Eurovision Song Contest 2010" suchen. Dieses findet am 29. Mai in der norwegischen Hauptstadt Oslo statt.

Mit Hilfe des kreativen Aushängeschilds von ProSieben, der selbst drei Mal erfolgreich beim Grand Prix mitgemischt hatte, soll Deutschland beim Song Contest nach den frustrierenden Ergebnissen der vergangenen Jahre wieder punkten. Raab hatte der ARD im Mai zunächst eine Absage erteilt und diese mit den langen Entscheidungswegen des Senderverbunds begründet.

Gesucht werden laut NDR "junge, bislang noch nicht bekannte Künstler". Die genauen Bewerbungskriterien werden im Spätsommer veröffentlicht. Das TV-Publikum wird zunächst in fünf Vorentscheidungssendungen auf ProSieben, dann im Viertelfinale im Ersten, gefolgt vom Halbfinale auf ProSieben und schließlich im Finale im Ersten live entscheiden, mit welchem Künstler und welchem Song Deutschland in Oslo antreten wird. In diesen werden 20 Finalisten konkurrieren, die durch ein bundesweites Casting ermittelt werden.

Präsentator und Juryvorsitzender in allen acht Sendungen ist Raab. Er wird von "namhaften Mitjuroren" aus der Musik- und Entertainmentbranche unterstützt.

Raab erleichtert: "Na also, geht doch"

Der Intendant des in der ARD federführenden NDR, Lutz Marmor, sagte: "Wo, wenn nicht beim Grand Prix, macht ein ungewöhnliches senderübergreifendes Experiment Sinn?" Deutschland könne sich auf einen spannenden Grand-Prix-Vorentscheid freuen. ProSiebenSat.1-Fernsehvorstand Andreas Bartl erklärte, eine Zusammenarbeit dieser Art habe es zwischen einer privaten und einer öffentlich-rechtlichen Sendergruppe noch nicht gegeben. "Wenn es um eine so große Sache geht, müssen Grenzen überwunden werden", so Bartl.

Stefan Raab kommentierte die Zusammenarbeit mit den Worten: "Na also, geht doch." Als Musiker und Produzent hat Raab bereits drei Mal am Grand Prix teilgenommen, 1998 als Produzent von Guildo Horn (Platz 7 im ESC-Finale), 2000 als Produzent und Sänger mit "Wadde hadde Dudde da?" (Platz 5) und 2004 als Produzent von Max Mutzke (Platz 8). Zudem hatte er 2005 den "Bundesvision Song Contest" ins Leben gerufen, bei dem musikalische Beiträge aus 16 Bundesländern um den Sieg konkurrieren. Über eine mögliche Zusammenarbeit der ARD mit Raab war spekuliert worden, nachdem das von der US-Stripperin Dita van Teese begleitete deutsche Grand-Prix-Duo "Alex swings Oscar sings" am 16. Mai beim Grand Prix in Moskau nur auf dem 20. Platz gelandet war. (ddp, epd, ksta)



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