Von Tim Stinauer und Arton Krasniqi, 31.07.09, 00:29h, aktualisiert 31.07.09, 21:32h
Vor etwa drei Monaten hatte sich die 27-Jährige von ihrem Ehemann getrennt. Die beiden gemeinsamen Söhne blieben beim Vater in Wuppertal, Ebru L. zog vorübergehend zu ihrer Schwester in die Vier-Zimmer-Wohnung nach Ostheim. Auch die Schwester ist von ihrem Mann getrennt und lebt mit ihrem Sohn zusammen. Ihren mutmaßlichen späteren Mörder lernte Ebru L. nach Aussagen von Freunden in einem Internet-Chat kennen. Der Mann sei zuletzt häufiger in der Wohnung der beiden Frauen zu Besuch gewesen, schildert ein Nachbar - anfangs nur abends und heimlich, zuletzt aber ganz offen. „Ebru und Bayram gingen Hand in Hand, machten einen glücklichen Eindruck, nur in den letzten zwei, drei Tagen gab es öfters Streit.“ Der Konflikt spitzte sich offenbar derart zu, dass sich die Schwestern am Donnerstagnachmittag, nur wenige Stunden vor der Tat, an die Polizei wandten. Das berichtete eine Nachbarin dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Sie hätten den 35-Jährigen wegen Bedrohung anzeigen wollen. Angeblich habe er gedroht, Ebru umzubringen. Polizeisprecher Winfried Südkamp sagte am Freitagnachmittag: „Die Vernehmungen der Beteiligten laufen noch, wir haben nach jetzigem Stand keine Hinweise auf eine Anzeige.“
Zurück in der Wohnung eskalierte die Situation. Nachbarn hörten Schreie. Auf Socken soll Bayram C. seine Freundin mit einem Messer durch das Treppenhaus gejagt und gerufen haben: „Du hast meine Familie zerstört!“ Ebrus Schwester lief den beiden hinterher, rief Nachbarn zu, sie sollten die Polizei alarmieren. Gleich mehrere taten das auch. „Das ging alles so schnell“, erinnert sich einer. Ebru L. soll vor das Haus geflüchtet sein, doch der 35-Jährige soll sie an den Haaren festgehalten, sie in den Keller gezerrt und dort getötet haben. Mieterin Gabriella S. aus dem Erdgeschoss folgte den beiden: „Die Frau lag auf dem Boden, ich habe erst nur die Füße gesehen“, erzählt sie. „Als ich die Treppe weiter runterging, hat er sich von ihr erhoben und ist ganz ruhig an mir vorbei aus dem Haus gegangen. Der hat kein Wort gesagt.“ Vor dem Haus unterhielt sich Bayram C. noch kurz mit einem Passanten, der zufällig vorbei ging, dann kam der erste Streifenwagen. Beamte überwältigten C. und nahmen ihn fest.
Die Polizei richtete eine Mordkommission ein. „Die Hintergründe des Streits sind bislang noch unbekannt“, sagte Behördensprecher Südkamp.
es geht - so oder so
03.08.2009 | 02.50 Uhr | galileo
andere medien nutzen die möglichkeiten der pressefreiheit aus und verfälschen die namen der beteiligten nicht. so war die nationalität bzw ethnische…
Geht doch...
02.08.2009 | 23.59 Uhr | Stauffenberg
nachdem der Name (und die Nationalität) des Täters erst nicht erwähnt wurden, jedoch vom objektiven Teil der KStA-Leserschaft schon alleine aufgrund…
Menschenrechte der Frauen
02.08.2009 | 23.34 Uhr | Blechwok
Ich finde es unerträglich auf öffentlichen Plakaten immer öfter ausländische Mädchen mit Kopftüchern sehen zu müssen.
Damit setzt man die Kinder…
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
Anzeige
Saturn
Schärfstes Kino
inklusive!
![]() |
Anzeige
Dormagener Bierbörse, Fußgängerzone
Holzspielzeug gesucht, gefunden, geliebt
Köln ohne den Dom ist unvorstellbar
Essen in Köln – Empfohlen von anderen