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TEL AVIV

Solidarität mit Opfern

Von Anja Katzmarzik, 04.08.09, 19:03h

Aus Entsetzen über den Anschlag in der Partnerstadt Tel Aviv hatte der Kölner Lesben- und Schwulenverband (Klust) am Montagabend spontan zu einer Kundgebung aufgerufen. Rund 250 Menschen trafen sich auf dem Rudolfplatz, um zu demonstrieren.

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Vor einem vor allem von Schwulen besuchten Nachtclub in Tel Aviv sind zwei Menschen erschossen und elf weitere verletzt worden. Die Polizei geht von einem Hass-Anschlag auf die Schwulenszene aus. (Bild: dpa)
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Vor einem vor allem von Schwulen besuchten Nachtclub in Tel Aviv sind zwei Menschen erschossen und elf weitere verletzt worden. Die Polizei geht von einem Hass-Anschlag auf die Schwulenszene aus. (Bild: dpa)
Köln - Aus Trauer, Mitgefühl und Solidarität haben am Montagabend rund 250 Menschen auf dem Rudolfplatz gegen Homophobie und Gewalt demonstriert, die sich gegen gleichgeschlechtlich liebende Menschen richtet. Anlass war der Anschlag eines offenbar religiös-fanatischen Attentäters auf einen Treffpunkt für schwule und lesbische Jugendliche in Kölns Partnerstadt Tel Aviv. Er hatte am Samstag mit einer Maschinenpistole ein 16-jähriges Mädchen und einen 26-jährigen Gruppenleiter getötet sowie rund 15 weitere Menschen verletzt.

Der Kölner Lesben- und Schwulenverband (Klust) hatte spontan zu der Kundgebung eingeladen. Innerhalb von nur vier Stunden konnten die Teilnehmer der Blitzdemonstration mit modernen Medien mobilisiert werden, so Vorstand Markus Danuser. Es gab ein „offenes Mikrofon“, eine Schweigeminute und danach fünf Minuten Dauerlärm.

Auch das Organisationskomitee der Gay Games Cologne 2010 spricht den Opfern und Hinterbliebenen sein Mitgefühl aus. Co-Präsident Michael Lohaus: „Das ist eine entsetzliche Tragödie. Es zeigt aber auch, wie wichtig ist es ist, sich weltweit für die Anerkennung und für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen einzusetzen.“ Dieses Ziel verfolgen die Gay Games Cologne, die in knapp einem Jahr in Köln eröffnet werden sollen. Zu einer der größten Breitensport- und Kulturveranstaltungen der Welt werden 12.000 Teilnehmer aus 70 Nationen erwartet.



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