Erstellt 05.08.09, 11:41h, aktualisiert 06.08.09, 08:45h
"Ich gehe davon aus, dass man die Hymne nicht ändern muss, eine Verhöhnung des Propheten kann ich persönlich jedenfalls nicht erkennen. Im Karneval gibt es auch einen humorvollen Umgang mit Kirche", sagte Özdemir der Zeitung.
"Man sollte nicht aus jeder Diskussion gleich eine Grundsatzfrage über das Zusammenleben der Kulturen machen", so der Grünen-Politiker. "Schauen wir am Wochenende in die Stadien. Gerade auf Schalke werden Sie dort auch viele Türkischstämmige im Fanblock finden. Und wir sollten auch nicht vergessen, dass Türkischstämmige insgesamt nicht mehr oder weniger religiös sind als Deutsche."
Zentralrat gelassen
Auch der Zentralrat der Muslime kann die Proteste gegen eine angeblich islamfeindliche Passage im Vereinslied des FC Schalke 04 nicht nachvollziehen. Das Lied sei nicht zu beanstanden, es könne so bleiben, wie es ist, sagte der Generalsekretär des Zentralrats, Aiman A. Mazyek, dem Sender N24. Aus Sicht des Zentralrats der Muslime sei das Lied weder Blasphemie noch stelle es eine Verhöhnung des Propheten dar.
Auslöser der Proteste einiger Muslime waren die Zeilen im Schalker Vereinslied: "Mohammed war ein Prophet, der vom Fußballspielen nichts versteht. Doch aus all der schönen Farbenpracht hat er sich das Blau und Weiße ausgedacht." Muslimische Internetseiten und türkische Zeitungen hatten in den vergangenen Tagen über das Lied berichtet. Der Text stammt aus dem Jahr 1963, die Fans hatten die Strophe seit den späten 50er Jahren gesungen. Der FC Schalke 04 will nach zahlreichen Protestmails und Drohanrufen die Liedzeilen nun mit einem Islamwissenschaftler überprüfen.
Mazyek rief die Muslime dazu auf, die "Moschee im Dorf" zu lassen und das Lied mit Humor zu nehmen. Die Schalke-Hymne nenne den muslimischen Propheten und gebe zu verstehen, dass er keine Ahnung von Fußball habe. "Ist ja auch klar, weil er nämlich vor der Erfindung des Fußballs gelebt hat", erkärte Mazyek.
Dagegen hält Fußballtrainer Christoph Daum eine Änderung des Lieds für ratsam: "Ich weiß nicht, inwieweit Mohammed nun durch diese Zeilen möglicherweise verunglimpft wird", sagte Daum der Zeitung "Die Welt" . Aber wichtig sei, dass man "die andere Seite anhört" und mit ihr rede. "Wenn sich in den Gesprächen, die absolut wichtig sind, herausstellen sollte, dass sich die Muslime verletzt, verunglimpft und angegriffen fühlen, sollte es nicht daran scheitern und auch für Schalke kein Problem sein, bestimmte Textpassagen gegebenenfalls zu verändern", sagte der Trainer des türkischen Vereins Fenerbahce Istanbul. (ddp)
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Natürlich,
07.08.2009 | 07.50 Uhr | akc
Herr Daum!!! Zum Glück sind Sie nur Fußballlehrer! Mangelndes Rückgrat haben Sie ja bereits mehrfach unter Beweis gestellt!!! Wo leben wir und was…
Der Papst im Kettenhemd
06.08.2009 | 15.51 Uhr | morphotica
Guten Tag!
Wie viele höre ich sagen "Da tanzt der Papst im Kettenhemd!", wenn sie meinen, da sei ordentlich was los gewesen? Viele.
Wie viele…
@galileo
06.08.2009 | 15.15 Uhr | Guybrush
wenn Sie keine Ahnung vom Islam und seinen Aussagen haben, seien Sie doch einfach still.
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