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Umzug kein guter Bewerbungsgrund

Erstellt 06.08.09, 13:51h, aktualisiert 06.08.09, 14:32h

Wenn Paare wegen eines Jobwechsels gemeinsam umziehen, muss sich der zweite Partner notgedrungen auch einen neuen Job suchen. Im Vorstellungsgespräch sollte jedoch der Umzug nicht als Bewerbungsgrund genannt werden.

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Die Arbeitssuche kann sich hinziehen, wenn der Umzug als Bewerbungsgrund genannt wird. (Bild: dpa)
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Die Arbeitssuche kann sich hinziehen, wenn der Umzug als Bewerbungsgrund genannt wird. (Bild: dpa)
Hamburg - Wer mit seinem Partner umzieht und sich deshalb eine neue Stelle suchen muss, erzählt das besser nicht gleich im Bewerbungsgespräch. " 'Weil ich umziehen muss' ist keine Antwort auf die Frage, warum ich einen Job haben will, das geht gar nicht", sagte die Karriereberaterin Svenja Hofert in Hamburg in einem Gespräch mit dem dpa-Themendienst. Vielmehr müssten Bewerber begründen können, warum sie gerade in dem Unternehmen arbeiten wollen, das die Stelle anbietet. "Und das muss immer jobbezogen sein, nie privat."

Dabei mache es keinen Unterschied, ob Betroffene verheiratet sind oder nicht und ob sie schon Kinder haben, erläuterte Hofert. Auch eine Aussage wie "Mein Mann zieht um, und ich gehe mit" sei heutzutage im Bewerbungsgespräch unpassend. "Um Gottes Willen!", warnte Hofert. Gerade bei verantwortungsvollen Positionen komme ein solcher Satz schlecht an: "Da fragt sich das Gegenüber schnell: Wo setzt der andere denn seine Prioritäten? Und wenn es um Posten für Fachkräfte oder Führungskräfte geht, wird oft erwartet, dass die nicht im Privaten liegen."

Eigene Motivation betonen

Von sich aus sollten Bewerber das Thema daher lieber gar nicht ansprechen, riet Hofert. Zumindest bei größeren Unternehmen werde es dann oft gänzlich ausgeklammert. "Das ist heute in der Regel nicht mehr zeitgemäß, nach solchen privaten Dingen zu fragen", sagte Hofert. Viele Unternehmen verzichteten auch mit Rücksicht auf das Anti-Diskriminierungsgesetz auf solche Fragen.

"Man geht also am besten so vor, dass man das Positive herausstellt und das Negative weglässt", empfahl Hofert. Bewerber sollten somit nach vorne blicken statt zurück: Sie müssen sich überlegen, was sie an einer neuen Stelle reizt, anstatt bloß den Abschied von der alten Stelle vor Augen zu haben. "Man betont also die Hin-zu-Motivation statt der Weg-von-Motivation", erläuterte Hofert. Schließlich gebe es immer auch sachliche Gründe, die für einen neuen Job sprechen: Neue Aufgaben oder mehr Weiterbildungsmöglichkeiten zum Beispiel.

Wer innerhalb einer Firma mit mehreren Sitzen in die künftige Stadt seines Partners versetzt werden will, könne schon eher versuchen, persönliche Motive geltend zu machen, sagte Hofert. Denn selbst wenn ein Personaler darauf keine Rücksicht nehmen sollte, stehe weniger auf dem Spiel. "Der worst case ist in so einem Fall, dass ich auf der alten Stelle bleibe. Ich verliere also nichts." (dpa)



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