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Patientenverfügung

Beratung kostet über 200 Euro

Erstellt 07.08.09, 15:00h

Beim Aufsetzen der Verfügung ist in vielen Fällen ärztlicher Rat gefragt. Da die Krankenkassen diese Beratungstätigkeit derzeit nicht vergüten, muss der Patient selbst zahlen.

Patientenverfügung
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Eine Patientenverfügung erstellen ist für viele Menschen wichtig. (Bild: dpa)
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Eine Patientenverfügung erstellen ist für viele Menschen wichtig. (Bild: dpa)
BERLIN - Ein Beratungsgespräch zur Abfassung einer Patientenverfügung kann dem Patienten nach Angaben des Ärzteverbandes Virchow-Bund teuer zu stehen kommen. Der Verband sprach am Freitag in Berlin von Gesamtkosten von bis zu 235,95 Euro, die der Hausarzt direkt in Rechnung stellen könne. Die Krankenkassen vergüteten diese Beratungstätigkeit derzeit nicht. Der Virchow-Bund sprach von einer angemessenen Vergütung für eine sinnvolle Leistung, die "gesetzlich und gesellschaftlich gewünscht" sei.

Die gesetzliche Regelung zu Patientenverfügungen tritt am 1. September in Kraft. Das Gesetz schreibt keine verbindliche vorherige Beratung vor. Der Virchow-Bund betonte, Patientenverfügungen müssten so abgefasst sein, dass es im Ernstfall keinen Zweifel an den Wünschen des Patienten geben dürfe. Deshalb sei beim Aufsetzen der Verfügung in vielen Fällen ärztlicher Rat gefragt.

Hausärzte sollten dem Patienten vor Beratungsbeginn mitteilen, dass er die Beratung selbst zahlen müsse und ihm die voraussichtlichen Kosten nennen, empfiehlt der Verband. Der Virchow-Bund vertritt als freier ärztlicher Verband ausschließlich die Interessen der niedergelassenen und ambulant tätigen Ärzte. (kna)



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