Erstellt 19.08.09, 11:54h, aktualisiert 19.08.09, 11:55h
Warum lohnt sich derzeit der Kauf oder Bau eines Hauses besonders?
Bauherren und Hauskäufer zahlen für Darlehen bei einer Laufzeit von zehn Jahren derzeit durchschnittlich 4,5 Prozent Zinsen. So günstig war Baugeld Daten der Frankfurter Finanzberatung FMH zufolge zuletzt Ende 2006. In den vergangenen Wochen haben die Zinsen aber wieder leicht angezogen. Kommt die Wirtschaft nach der Krise wieder in Fahrt, steigen die Zinsen weiter.
Wie finde ich den günstigsten Kredit?
Hier hilft nur ein Vergleich der verschiedenen Anbieter. Dafür können Bauherren Vergleichsrechner im Internet nutzen. Auch Verbrauchermagazine und Zeitungen liefern immer aktuelle Zinsenkonditionen. Daneben lohnt sich der Besuch in der Sparkasse oder Genossenschaftsbank vor Ort. Nach Angaben der Zeitschrift "Finanztest" waren die Regionalinstitute in den vergangenen Wochen beim Baugeld sogar teils günstiger als Billiganbieter wie Direktbanken. Der Vergleich kann demnach teils mehrere zehntausend Euro sparen helfen.
Wie funktioniert ein Baudarlehen?
Kredite für Häuser oder Wohnungen laufen meist über 10, 20 oder 30 Jahre. In diesem Zeitraum zahlen Bauherren ihre Raten ab. Hierbei werden die Zinsen in aller Regel nur für einen begrenzten Zeitraum von mehreren Jahren festgelegt. Läuft diese sogenannte Zinsbindungsfrist beispielsweise nach zehn Jahren ab, verhandeln Bank und Kunde die Verlängerung des Darlehens. Der Bauherr kann dann auch umschulden und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Verbraucher sollten mehrere Monate vor Auslaufen der Frist neue Angebote einholen. Baukredite geben meist auch das Recht auf Sondertilgung, das heißt die Rückzahlung von Geld zusätzlich zu den vereinbarten Raten. Auch kann ausgehandelt werden, dass der Bauherr die Raten anpassen kann, etwa wenn sich das Einkommen verändert.
Wie viel Geld muss ich selbst aufbringen?
Finanzexperten sehen ein Eigenkapital von 20 Prozent des gesamten Hauspreises als eine solide Basis an. Allerdings bekommt auch der, der so viel Geld für den Hausbau oder -kauf mitbringt, meist noch nicht die Top-Zinsen, mit denen Banken werben. Hierfür wollen die Institute häufig 40 Prozent Eigenkapital sehen. Teils sind Banken auch bereit, den vollen Kaufpreis zu finanzieren. Dafür verlangen sie aber oft happige Risikoaufschläge beim Zins.
Gibt es Geld vom Staat?
Bei der staatlichen Förderbank KfW gibt es Darlehen etwa für den Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum, energieeffizientes Bauen und Sanieren oder auch altersgerechtes Wohnen. Daneben zahlt der Staat die Wohnungsbauprämie von 8,8 Prozent beim Bausparen. Tilgungsraten von Krediten können zum Teil von der Steuer abgesetzt werden. Auch gibt es in Form des sogenannten Wohn-Riesters staatliche Unterstützung für den Kauf von selbstgenutzten Immobilien zur Altersvorsorge.
Was passiert, wenn ich arbeitslos oder arbeitsunfähig werde?
Risiken wie diese können mit verschiedenen Versicherungen ganz oder zumindest teilweise abgedeckt werden. So gibt es Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit, Lebensversicherungen oder Restschuldversicherungen, die jeweils unterschiedliche Wechselfälle abdecken. Verbraucher sollten sich vor Abschluss einer Police und eines Baudarlehens gut über einen Versicherungsschutz beraten lassen. (AFP)
Wohl dem, der "richtige" Arbeit hat
19.08.2009 | 13.59 Uhr | Plasmabruzzler
Dass es Niedrigzinsen gibt, finde ich sehr gut. Leider habe ich nichts davon, weil ich befristet beschäftigt bin und nicht weiß, ob ich bald einen…
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