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Barlog

Unbekannte Kunststoff-Welt

Von Katja Hoppe, 22.09.09, 10:49h

Ein bisschen geht es der oberbergischen Kunststoffbranche wie den Vereinen: Der Nachwuchs fehlt. Diese Beobachtung hat Werner Barlog, Geschäftsführer des gleichnamigen Engelskirchener Betriebes in den vergangenen Jahren gemacht und er weiß auch, warum das so ist.

Oberberg - „Wir sind mit unseren Betrieben in der Region zu unbekannt.“

Dabei gibt es immerhin 96 Betriebe mit fast 7000 Mitarbeitern in der Region, die Kunststoff be- und verarbeiten, erklärt Wilfried Holberg, der beim Oberbergischen Kreis für die wirtschaftliche Entwicklung zuständig ist.

Um den Bekanntheitsgrad dieser für Oberberg so wichtigen Branche zu steigern und um den Erfahrungsaustausch bundesweit und mit Firmen in der Schweiz und in Österreich zu forcieren, lud die Firma Barlog als Organisator zum 13. Engelskirchener Kunststoff-Technologie-Tag ein. „Angefangen hat es als Zusammenschluss regionaler Anbieter, die zusammenarbeiten wollten, da sie auf einer Messe mit dem gleichen Zielpublikum rechneten. Aber schon nach drei Jahren war die Veranstaltung so etabliert, dass die Teilnehmer und Aussteller sogar dann schon zusagten, wenn noch gar kein Datum feststand“, erinnert sich Barlog.

In diesem Jahr sind 195 Gäste gekommen, 90 Referenten und Aussteller informierten über den aktuellen Stand der Kunststoffbranche. So zeigte die österreichische Firma IB Steiner innovative Verbindungen von Holz und Kunststoff, die in Lindlar angesiedelte Firma ONI stellte Temperiersysteme vor, die die Wärme, die bei der Verarbeitung des Kunststoffs entsteht, nutzt, um Räume zu heizen. „Damit sparen wir deutlich an Energie und machen uns so stark für den Umweltschutz“, erläutert Geschäftsführer Michael Schnippering.

Werner Barlog erklärte zudem, dass oberbergische Firmen als Autozulieferer sehr etabliert seien. „Im Augenblick geht es darum, durch Kunststoffteile in den Autos Gewicht zu sparen.“ Auch in der Sanitärtechnik würde Kunststoff immer wichtiger - zum Beispiel beim Wasserzähler. „Der war früher aus Messing mit einem gewissen Bleianteil. Blei ist gesundheitsschädigend, deshalb steigt die Branche auf Kunststoff um. Kunststoff hat die Haltbarkeit. Das Material kann sogar Stahl ersetzen.“

Ebenfalls präsent war die Kunststoffinitiative Oberberg, um ein Netzwerk der Betriebe zu formen. „Immerhin ist Oberberg der Kompetenzstandort Nummer Eins für Kunststoff-Technologie in NRW“, betont Holberg.



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