Erstellt 28.10.09, 16:10h
In Dresden setzte eine Menschenmenge das Stasi-Gebäude in Brand und wollte dann die Villa erstürmen, in der Putin und seine Genossen der sowjetischen Aufklärung arbeiteten. Putin gelang es, "die Masse zum Rückzug zu bewegen", sagte der frühere sowjetische Deutschland-Korrespondent Kondratjew. Russische Medien hatten berichtet, dass Putin mit einer Pistole in der Hand die Demonstranten davor gewarnt habe, mit einem Sturm auf das KGB-Quartier sowjetisches Territorium zu betreten. In Putins schriftlichen Erinnerungen sei allerdings nichts von einer Pistole überliefert.
Kondratjew, der in Leipzig und Berlin studiert hat, lässt in seinem Film auch den Friedensnobelpreisträger und früheren sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow zu Wort kommen. Außerdem erinnern sich nach Kondratjews Angaben in der Doku der damalige Generalsekretär des ZK der SED, Egon Krenz, sowie der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker an die Wende. Putin verbrachte nach Darstellung der Internetseite der Stadt Dresden (dresden.de) die Jahre 1985 bis 1990 an der Elbe. Dort habe er mit seiner Familie den Zusammenbruch der DDR und des Sozialismus hautnah erlebt.(dpa)
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