Von Jürgen Oehler, 05.10.09, 12:04h, aktualisiert 28.09.10, 15:58h
Ich bin nicht der einzige Autofahrer, der ziemliche Umwege in Kauf nehmen muss. Immerhin - ich habe einige Alternativstrecken im Kopf. Muss ich auch, denn das Navi kapituliert nach der fünften Barriere. Die Alternativen hat der Fahrer aus dem Hochsauerlandkreis nicht parat - und der mit dem Hamburger Kennzeichen schon gar nicht. "Ja da müssen sie einfach, lassen Sie mich mal überlegen, das ist eigentlich ganz einfach." Der Helfer gibt sich wirklich Mühe. Aber helfen kann er auch nicht so recht. Köln im Marathontaumel, das bedeutet Köln im Ausnahmezustand. Barrieren überall. Erklärungen? Alternativen? Fehlanzeige. Alles läuft, aber nichts geht mehr.
Nun kommen die Alleswisser:
a) Das war doch bekannt
b) Da muss man sich doch informieren
c) Das stand in der Zeitung (Zusatz: lang und breit!)
d) Bei so einem Event geht das eben nicht reibungslos
e) Hättest ja mitlaufen können
Auch für Menschen zum Beispiel, die in der Südstadt wohnen, bedeutet der Marathon Verzicht. Die Auswege aus dem Veedel sind so schwierig bis unmöglich, dass dieser Sonntag für die meisten heißt, gefangen zu sein in den eigenen vier Wänden. Denn auch etliche Bahnen und Bussen haben den Betrieb vorübergehend eingestellt. So werden die Menschen schon frühzeitig an all die Einschränkungen gewöhnt, die ihnen im Alter noch blühen.
Da stellt sich doch die Frage: Marathon, gut und schön und toll und super für unsere Stadt - aber muss "Marathon op Kölsch" gleichbedeutend sein mit derart umfangreichen Sperrungen, die zeitlich schon so weit im Voraus vorgenommen werden? Muss die Zufahrt zur Zoobrücke über die Innere Kanalstraße schon um 8.30 Uhr dicht sein, wenn die ersten Inliner diese Passagen frühestens gegen 11 Uhr passieren?
Lieber Köln-Marathon, geht es auch ein bisschen flexibler?
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Kinderklinik abgeriegelt
06.10.2009 | 20.30 Uhr | RainerHohn
Einen echten Klopper finde ich, daß man auf verantwortlicher Seite überhaupt kein Problem damit hat, die Kinderklinik Amsterdamer Straße einen ganzen…
Anwohner informieren
05.10.2009 | 22.51 Uhr | Ring
herold hat Recht; der Marathon stellt jährlich eine Belastung dar für die Anwohner. Dies ist zwar hinzunehmen, da man halt nicht auf dem Kaff wohnt.…
Wenn das Navi für uns denkt ...
05.10.2009 | 15.25 Uhr | Jiriki
Im einzelnen Punkten mögen die Vorredner ja Recht haben. Die Streckenführung war sicher mancherorts ein Problem für die Anwohner ganzer Viertel, die…
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