Erstellt 09.10.09, 18:18h
Bei Hirntoten dagegen sind die Gesamtfunktionen des Großhirns, Kleinhirns und Stammhirns unwiederbringlich erloschen. Ursachen sind beispielsweise Schädel-Hirn-Verletzungen, Hirnblutungen oder Herz-Kreislauf-Stillstand. Der Mensch atmet nicht mehr. Durch künstliche Beatmung kann der Blutkreislauf jedoch noch erhalten werden.
Das Wachkoma (apallisches Syndrom) tritt meist als Folge eines schweren Sauerstoffmangels im Hirn auf. Zu den Ursachen zählen Hirnverletzungen oder -entzündungen, Vergiftungen, Herz- oder Atemstillstand und Schlaganfall. Behandeln lässt sich nur die Grunderkrankung, die zum Wachkoma geführt hat. Darüber hinaus werden Wachkoma-Patienten künstlich ernährt und bekommen Krankengymnastik sowie einen Blasenkatheter. Eine Rückkehr des Bewusstseins gilt nach mehr als drei Monaten als eher unwahrscheinlich. Die meisten Patienten sterben nach zwei bis fünf Jahren an Komplikationen wie Lungen- oder Harnwegsinfektionen. (dpa)
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