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Mörder gefasst

Flucht endet am Flughafen

Von Thorsten Moeck, 13.10.09, 18:43h, aktualisiert 14.10.09, 21:51h

Der mutmaßliche Mörder der 29-jährigen Mutter aus Bilderstöckchen ist gefasst. Am Brüsseler Flughafen ging der kräftige Kölner der Polizei in die Fänge. Vor den Augen einiger Anwohner soll er die von ihm getrennt lebende Ehefrau am Dienstag brutal niedergestochen haben.

Hanna H.
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Das Opfer Hanna H. hinterlässt drei Kinder. (Bild: Meyer/Express)
Hanna H.
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Das Opfer Hanna H. hinterlässt drei Kinder. (Bild: Meyer/Express)
Tötungsdelikt
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Rettungskräfte heben die Schwerverletzte auf einer Trage in einen Rettungswagen. Im Krankenhaus erliegt die Frau ihren Verletzungen. (Bild: Jasmin Zülke)
Tötungsdelikt
Nippes - Die Flucht von Fadi S. (35, Name geändert) endete am Mittwochvormittag am Flughafen in Brüssel. In der Tasche hatte er ein Flugticket, die Reise sollte angeblich nach Istanbul gehen. Doch bevor der kräftige Kölner einchecken konnte, nahmen ihn Polizisten fest. Er soll am Dienstag seine von ihm getrennt lebende Ehefrau Hanna H. (29) in Bilderstöcken in aller Öffentlichkeit erstochen haben. Die Kölner Ermittler hatten umgehend einen europäischen Haftbefehl gegen ihn erwirkt.

Erst vor einem halben Jahr war der Jordanier mit seiner deutschen Frau und den drei Kindern in die Wohnsiedlung an der Alzeyer Straße in Bilderstöckchen gezogen. Doch die Ehe war alles andere als glücklich. Er soll seine Frau mehrfach geschlagen und drangsaliert haben. Im Juni kam deswegen die Polizei und leitete Ermittlungen wegen häuslicher Gewalt ein. Der Ehemann wurde für zehn Tage aus der Wohnung verbannt. In dieser Zeit erwirkte seine Frau bei Gericht eine einstweilige Verfügung gegen ihn. Anschließend musste Fadi S. mindestens 200 Meter Abstand zu seiner Frau halten. Im September soll er erstmals gegen diese Auflage verstoßen und Hannah S. angegriffen haben. Nachbarn erzählen, er habe sie mehrfach geschlagen. Doch Folgen hatte die unerlaubte Annäherung nicht. Der gewalttätige Ehemann blieb auf freiem Fuß.

Der zweite Verstoß kostete seine Frau am Dienstag ihr Leben. Im Innenhof soll er ihr aufgelauert und sie zur Rede gestellt haben. Dann sei er handgreiflich geworden, habe sie geschubst und schließlich ein Messer aus der Jackentasche gezogen. Wie von Sinnen habe er auf sie eingestochen. Dass viele Zeugen, darunter auch Kinder, zuschauten, war ihm offenbar egal. Anwohner beobachteten, wie er seiner Frau das Gesicht zerschnitt und das Messer immer wieder in ihren Oberkörper rammte. Er war anschließend zu Fuß geflohen. Seine Frau erlag ihren Verletzungen.

Am Mittwoch haben einige Menschen aus der Wohnsiedlung Kerzen und Blumen an jener Stelle niedergelegt, wo die dreifache Mutter tags zuvor ihr Leben verloren hat. Noch immer ist der Umriss ihres Körpers mit weißer Farbe markiert. Die drei Kinder leben laut Polizei derzeit bei den Großeltern im Nachbarhaus. Während ihr Vater auf der Flucht war, standen sie vorsichtshalber unter Polizeischutz. Am Mittag kam die Entwarnung, Fadi S. war in Brüssel verhaftet worden.



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