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Jürgen Roters

„Zum Sparen gibt's keine Alternative“

Von Matthias Pesch, 29.10.09, 19:19h, aktualisiert 29.10.09, 22:18h

Der neue Kölner OB Jürgen Roters will den Kampf gegen den Klüngel zu seinem Schwerpunktthema machen. Das kündigte er bei der konstituierenden Sitzung des Stadtrats an. Außerdem müssten weitere Sparanstrengungen unternommen werden.

Gratulation
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Der Altersvorsitzende des Rates, Alfred Schultz (r.), gratuliert Kölns neuem Oberbürgermeister Jürgen Roters. (Bild: Worring)
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Der Altersvorsitzende des Rates, Alfred Schultz (r.), gratuliert Kölns neuem Oberbürgermeister Jürgen Roters. (Bild: Worring)
Köln - Oberbürgermeister Jürgen Roters will zusammen mit dem Rat und den Bürgern „ein neues Kapitel der Stadtgeschichte aufschlagen“. Voraussetzung für diesen Aufbruch („Für ein schlichtes »Weiter so« ist kein Platz“) sei allerdings „schonungslose Offenheit“, sagte Roters am Donnerstag in seiner Antrittsrede vor dem Rat. „Wir müssen uns klar machen, wo wir stehen und welche Probleme vor uns liegen. Nur dann können wir gemeinsam die Zukunft gestalten.“ Roters betonte, dass es angesichts des drohenden Haushaltsdefizits von 560 Millionen Euro im nächsten Jahr „keine Alternative zum Sparen“ gebe. „Kein Bereich ist sakrosankt, lebenswichtige Strukturen jedoch dürfen nicht zerschlagen werden.“

Der neue OB kündigte an, alte „Klüngelmuster“ auflösen zu wollen: „Der Mehltau, der auf Köln lastet, der mit dem Begriff »Klüngel« belegt ist, dieser Mehltau muss weg.“ Verwaltung und städtische Unternehmen müssten sich „kompromisslos den Grundsätzen von Fachlichkeit, Leistungsorientierung und Unabhängigkeit“ verpflichten. „Lassen Sie uns diese Stadt zu einer Pionierstadt der Professionalität machen“, rief Roters den Ratsmitgliedern zu. Er trete für klare Regeln zur Korruptionsbekämpfung ein, wolle die Stadtbezirke stärken, den Bürgerhaushalt weiterführen und werde dafür sorgen, dass die Stadtverwaltung „mit einer Stimme spricht und geschlossen vor den Bürgerinnen und Bürgern auch unangenehme, aber notwendige Entscheidungen vertritt“.

Roters kündigte an, noch in diesem Jahr eine Vorlage für das Opernquartier zu präsentieren, nannte den Neubau des Historischen Archivs ein „Leitprojekt“ und legte eine Vorlage zum „Rheinboulevard“ vor. Die „Wahrung der sozialen Balance“ sei wesentliche Säule seiner Sozialpolitik, sagte Roters, der sich für Masterpläne für benachteiligte Stadtteile aussprach.



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