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November 2009

Köln soll eine Kulturstadt bleiben

Von Frank Olbert, 06.11.09, 21:39h, aktualisiert 06.11.09, 21:42h

Eine Publikumserhebung stellt der Politik ein schlechtes Zeugnis aus. Die Befragung wurde von OmniQuest durchgeführt und ausgewertet. Die Hälfte der Befragten ist der Auffassung, dass das Kölner Kulturangebot ausgebaut werden solle.

Jubiläumsausstellung
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Ein Exponat aus der Jubiläumsausstellung des Museums für Ostasiatische Kunst in Köln. Das Haus feiert seine Gründung vor einhundert Jahren und ist damit ein Beleg für die große kulturelle Tradition der Stadt. (Bild: Worring)
Jubiläumsausstellung
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Ein Exponat aus der Jubiläumsausstellung des Museums für Ostasiatische Kunst in Köln. Das Haus feiert seine Gründung vor einhundert Jahren und ist damit ein Beleg für die große kulturelle Tradition der Stadt. (Bild: Worring)
Nicht allein die Kulturszene hatte Gelegenheit, ihre Einschätzung der kulturellen Lage in Köln zu geben - eine zweite Erhebung fasst zusammen, wie das Publikum Köln als Kulturstadt einschätzt. Die repräsentative Befragung wurde von OmniQuest durchgeführt und ausgewertet; als Sponsor tritt der Generali Zukunftsfonds auf. Mit diesem Fonds will die Generali Deutschland Holding AG ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. So fördert etwa das Programm „Bürger unternehmen Zukunft“ schwerpunktmäßig das bürgerschaftliche Engagement der Älteren sowie die Wissenschaft. Auch ein Kindergartenprojekt wird von Generali unterstützt.

Es sind vor allem zwei Ergebnisse, die bei der Omniquest-Umfrage auffallen: die breite Nutzung der Kulturangebote durch die Kölner mit einer hohen Akzeptanz dieser Angebotspalette - zusammen genommen 51,1 Prozent der Befragten empfinden die Kölner Offerten als besser oder ebenso gut wie die in Städten wie Berlin, Hamburg oder München.

Das zweite Ergebnis, das bemerkenswert ist, findet sich in der Haltung zu den Etatkürzungen: Zwar sind 40,4 Prozent der Befragten der Meinung, bei der Kultur müsse ebenso gespart werden wie in allen anderen Bereichen. Zusammen 37,3 Prozent sind allerdings der Ansicht, dass die Mittel für die Kultur weniger stark als in anderen Bereichen oder gar nicht beschränkt werden dürfen.

Verglichen mit dem Kulturindex, also der Befragung unter den Kulturschaffenden, ist die Stimmung des Publikums deutlich besser. Dennoch ist eine klare Mehrheit der Kulturnutzer davon überzeugt, dass die Kölner Kultur nicht ordentlich von Politik und Verwaltung betreut wird - ebenso verneint die Mehrheit die Frage, ob bürgerschaftliches Engagement ausreichend genutzt wird. Damit dürfte vor allem der Umgang der Stadt mit den Stiftern gemeint sein.

Dass nahezu die Hälfte der Befragten der Auffassung ist, das Kölner Kulturangebot solle ausgebaut werden, und noch einmal 42,5 Prozent meinen, es solle sich nicht verändern, ist ein klares Signal: Sollte die Politik nun beginnen, die Kultur kaputt zu sparen, wären ihr die Buhrufe des Publikums sicher. Es will, das Köln eine Kulturstadt bleibt.



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