Von Uli Kreikebaum, 08.11.09, 22:06h, aktualisiert 08.11.09, 22:07h
Das erste deutsche Unternehmen, das mit Yunus' Grameen-Bank kooperiert, ist BASF. 100 000 Moskitonetze, eine Million Vitaminpräparate und 200 000 Euro Startkapital stellt der Konzern zur Verfügung, um Malaria und Unterernährung in Bangladesch zu bekämpfen. Die Produkte werden zu erschwinglichen Preisen verkauft, die Einnahmen fließen in die Ausweitung des sozialen Unternehmens. „Wir planen, diese Praxis im Erfolgsfall auf andere Länder und andere Produkte auszudehnen“, sagte Vorstandsvorsitzender Jürgen Hambrecht, der dafür plädiert, die klassische Entwicklungshilfe auf soziale Unternehmenshilfen umzustellen. Michael Otto, Aufsichtsratschef der Otto Group, sprach über das Baumwolle-Projekt „Cotton made in Africa“. Die Initiative erfüllt zwar nicht das Kriterium für soziales Wirtschaften von Yunus, wonach der Unternehmer keinen Profit machen darf, Applaus spendete das Publikum trotzdem. Allerdings gab es auch Kritik, dass in der Berliner Debatte Grenzen und Risiken von „Social Business“ weitgehend ausgeklammert blieben.
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