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Konzert

Bildklänge und Klangbilder

Von Claudia Valder-Knechtges, 09.11.09, 15:53h

Musik und Ausstellung in der Buschbeller Kirche beschäftigen sich mit dem Thema Wasser. Ein Frechener Ehepaar, Peter Stein und Ingeborg Danz interpretierten dabei höchst komplexe Texte in modernem musikalischem Gewand.

Peter Stein und Ingeborg Danz
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Peter Stein und Ingeborg Danz beim Konzert in Buschbell. (Bild: Kreidler)
Peter Stein und Ingeborg Danz
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Peter Stein und Ingeborg Danz beim Konzert in Buschbell. (Bild: Kreidler)
Frechen-Buschbell - Die Begegnungsstätte der Gold-Kraemer-Stiftung, die Alte Kirche in Buschbell, bot den Rahmen für einen Zusammenklang von Gemälden und Musik. Eine kleine Ausstellung im Foyer zeigte Bilder des Malers Rolf Stein aus Hilchenbach im Siegerland, dem zum 75. Geburtstag eine ganz besondere Feier ausgerichtet wurde: Zu seinem Bilderzyklus „Wasser“ hatten Sohn und Schwiegertochter, das in Frechen lebende Ehepaar Peter Stein (Violine) und Ingeborg Danz (Alt), ein Konzert zusammengestellt. Zu dreien der Gemälde, die Bibelstellen aufgreifen, in denen das Wasser als Bild vorkommt, hat der 1970 geborene amerikanische Komponist Peter Knell „Canciones de agua“ komponiert, auf Texte des chilenischen Nobelpreisträgers Pablo Neruda.

Höchst beeindruckend, wie das Künstlerpaar die Gedichte aus dem posthum veröffentlichten Gedichtband „Das Meer und die Glocken“ musikalisch darstellte, ebenso wie den bereits 2004 entstandenen Liederzyklus „Griffith songs“, auf Gedichte der englischen Lyrikerin Jane Griffith. Anspruchsvolle Texte in entsprechender musikalischer Umsetzung - schwer zu singen und zu spielen, auch schwer zu verstehen - aber in der gekonnten Umsetzung überzeugend.

Viele Bildklänge und Klangbilder stellten sich ein, jeder Zuhörer konnte sich (unterstützt auch von den Textblättern mit Übersetzungen) von den modernen Werken auf seine ganz persönliche Art in geistige und emotionale Sphären entführen lassen, die im Alltag und auch in weniger ambitionierten Konzerten zumeist unzugänglich bleiben.

Auch in Schuberts „Auf dem Wasser zu singen“, Dowlands „Flow my tears“ und Albert Roussels „Deux Poèmes de Ronsard“, von Peter Stein in meisterlicher Art für sein Instrument und Solo-Alt bearbeitet, wurde auf eine unnachahmliche Weise Außergewöhnliches in neue Zusammenhänge gestellt.

Auch hier gab es zwei Uraufführungen, die den Blick dafür öffneten, wie viel man auch mit einer solistischen Violine transportieren kann, wo sonst vollgriffige Klavierbegleitung üblich ist. Gerade auch bei Dowland gelang es, den archaischen Charakter der alten Musik in der zeitgenössischen Bearbeitung sehr schön zur Geltung zu bringen.



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