Von Rainer Rudolph, 09.11.09, 16:44h, aktualisiert 09.11.09, 19:54h
Ihrem Traum, daraus ein Kinderbuch zu machen, ist sie durch die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des „Lern- und Gedenkortes Jawne“ ein Stück näher gekommen. Gemeinsam entwickelte man ein Modellprojekt für Schulen, auf dessen Basis im nächsten Jahr ein Buch über „die wundersame Rettung der kleinen Tamar 1944“ erscheinen soll.
Der Versuch, den Schrecken des Holocaust für Kinder im Grundschulalter ein Stück weit erfahrbar zu machen, erregte Aufsehen. Das Projekt wurde mit einem von vier Hauptpreisen in dem Wettbewerb „Mixed up“ ausgezeichnet, der von der „Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung“ veranstaltet und vom Bundesfamilienministerium gefördert wird.
Gestern sahen sich Tamar Dreifuss und die Kinder der Kölner Grundschule in der Gedenkstätte für die Jawne am Erich-Klibansky-Platz wieder. Das Team der Gedenkstätte hatte eine Ausstellung über die Zusammenarbeit organisiert. Auch Oberbürgermeister Jürgen Roters war gekommen und überreichte den Schülern Anerkennungsurkunden für ihre Mitwirkung. Zugleich wurden Unterschriften für den Erhalt des Gedenkortes gesammelt, dessen Fortbestehen wegen Mietforderungen des Hauseigentümers, der Allianz-Versicherung, gefährdet ist. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Projektes können die Miete nicht aufbringen. Am Abend wurde von dem Bündnis „Kein Vergessen“ zu einer Protestdemonstration zum Sitz der Versicherung aufgerufen.
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