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Stadtführungen

Ostasien ist in Köln nicht fern

Von Kathrin Gemein, 09.11.09, 17:04h, aktualisiert 10.11.09, 19:20h

Weil er sich über den mangelnden kulturellen Austausch ärgerte, rief Thomas Bönig sein eigenes Kultur-Projekt ins Leben: Seine Kulturwanderungen führen den Interessierten an die Orte verschiedener Migrantenmilieus in Köln.

Ostasiatisches Museum
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Schwertkampf-Choreografie im Ostasiatischen Museum. (Bild: Bause)
Ostasiatisches Museum
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Schwertkampf-Choreografie im Ostasiatischen Museum. (Bild: Bause)
Köln - Ostasien ist direkt um die Ecke - wenn man nur genau hinsieht. Gibt es doch bei „Di Xing“ am Hohenzollernring original asiatisches Geschirr und im Café Chinoiserie asiatischen Lebensstil. Mit der Führung „Kulturwanderung Japan - Köln - Fernost“ bringt Thomas Bönig Interessierte zu den unterschiedlichsten Orten der Stadt, an denen er alltägliche Überschneidungen europäischer und asiatischer Kulturen sieht.

Dass Ostasien am Aachener Weiher ein Zuhause hat, ist kein Geheimnis. Zwischen dem Japanischen Kulturinstitut und dem Museum für Ostasiatische Kunst bieten zehn Männer in schwarzer Kampfkleidung eine synchrone Schwertkampf-Choreografie dar. Und in den Räumen des Museums erzählt Kuratorin Petra Rösch, wie der Buddhismus im Laufe der Zeit gewandert ist. Die japanische Tänzerin Yoshie Shibahara ist während der ganzen Führung dabei und erklärt gerne die Tragweise ihres Kimonos.

„Ich habe mich immer darüber aufgeregt, dass die interkulturelle Gesellschaft nur von der Politik bestimmt wird“, erzählt Initiator Bönig. Stattdessen solle man doch einfach mal „über seinen Tellerrand schauen“. Existieren doch in der eigenen Nachbarschaft unterschiedlichste Subkulturen - man muss sich eben nur auch trauen, sie anzusprechen. „Deshalb verstehen wir unsere Touren als Eisbrecherführungen.“

www.kulturkluengel.de



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