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Gesamtschule

Gedenken an Nazi-Opfer

Von Jürgen Feibig, 10.11.09, 20:35h

Gemeinsam erinnerten die Gemeinde Weilersiwst, die Gesamtschule und die Kirchen an die Pogromnacht, die in weilersiwst erst am 10. November 1938 stattgefunen hat. Mit Texten, szenischen Darstellungen und Bildern wurde der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.

Erinnerung in Weilerswist
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Mit dem Vorlesen von Erlebnisberichten, Spielszenen und musikalischen Vorträgen, erinnerten die Gesamtschüler an die Ereignisse der Reichspogromnacht in Weilerswist. (Bild: Feibig)
Erinnerung in Weilerswist
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Mit dem Vorlesen von Erlebnisberichten, Spielszenen und musikalischen Vorträgen, erinnerten die Gesamtschüler an die Ereignisse der Reichspogromnacht in Weilerswist. (Bild: Feibig)
Weilerswist - Am Montagabend gedachte man in einer Gedenkveranstaltung, zu der die Gemeinde, die christlichen Kirchen und die Gesamtschule eingeladen hatte, den Opfern der Reichspogromnacht, die in Weilerswist erst am 10. November 1938 stattgefunden hatte.

Nachdem Schülerinnen der Gesamtschule an der Gedenkstele vor dem Rathaus die Namen der Opfer des Holocaust verlesen hatten, begaben sich die Teilnehmer bei strömenden Regen zügig in einem Lichterzug zum Forum der Gesamtschule. Dort hielt die stellvertretende Bürgermeisterin Mariette Sahm eine Ansprache. Dabei widmete sie sich unter anderem den Ereignissen, die vor 71 Jahren in Weilerswist stattgefunden hatten. Auch die Leiterin der Gesamtschule, Susanne Daams-Steinert, hatte zuvor in ihrer Begrüßungsrede mahnende Worte gesprochen und auf Zusammenhänge zwischen der heutigen Zeit und der Situation in den 1930er Jahren verwiesen.

Fiktive Gerichtsverhandlung

In den zurückliegenden Wochen hatten rund 150 Schüler des siebten Jahrgangs der Gesamtschule für die Gedenkveranstaltung ein Programm mit dem Titel „Vergangenheit - Unvergessen“ erarbeitet. Dazu gehörten auch fiktive Interviews und Spielszenen. In einer fiktiven Gerichtsverhandlung befassten sich die Schüler im Alter von 13 bis 15 Jahren mit den Gefahren, die auch heute noch vom Rechtsradikalismus ausgehen.

Im Forum herrschte gespenstische Stille, als die Schüler Erlebnisberichte der Pogromnacht aus Euskirchen, Erftstadt und Weilerswist vorlasen. Besondere Betroffenheit breitete sich unter den Schülern aus, als über das Schicksal der Weilerswister Familie Scheuer berichtet wurde. Mit zwei Liedvorträgen der Schüler endete das Programm. Zu sehen war auch eine Ausstellung mit Fotos und Texten, die die sinnlose Schändung jüdischer Gräber dokumentierten.



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