Von Marion Eickler, 11.11.09, 14:08h
Pfarrer Fey hält eine kurze Predigt und erinnert die Menschen auf dem Dorfplatz daran, die Schöpfung zu achten, die sich in der Natur manifestiert und die dem Menschen anvertraut ist. „Der Mensch soll Segen, nicht Fluch für die Schöpfung sein“, so der Pfarrer. Zum Abschluss der Segnung zeigt er die Reliquie des hl. Wendelin. Sie wird in St. Vitalis aufbewahrt. Der Legende nach soll Wendelin gegen Ende des 6. Jahrhundert im Bistum Trier missioniert haben. Der Schutzpatron der Hirten und des Viehs wird in Müngersdorf seit Jahrhunderten verehrt.
Alljährlich fanden Ende Oktober große Wallfahrten statt. „Noch vor rund 100 Jahren strömten Zehntausende aus Köln und dem Umland zur Wendelinus-Oktav nach Müngersdorf“, erzählt Fey. Die dunkle Jahreszeit begann und mit ihr nach all der Arbeit des Sommers, eine ruhigere Zeit, in der sich die Menschen anderen Dingen zuwenden konnten. In Müngersdorf war dann immer Kirmes und richtig was los, wie Fey schildert. Heute geht es zur Wendelinus-Oktav weit beschaulicher zu. Doch Pfarrer Fey ist voller Hoffnung, mit der Tiersegnung eine gute Tradition aufgegriffen zu haben, die wachsen wird.
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