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Studie

Die Kunst alleine reicht nicht aus

Von Barbara aus der Wiesche, 11.11.09, 17:50h

Entwicklungspotenzial aufzeigen: In einer Studie, die das Kölner Marktforschungsinstitut „Rheingold“ für das Museum Ludwig erstellt hat, formulieren Besucher ihre Wünsche. Ein Kunstwerk ist der Studie bereits zum Opfer gefallen.

Museum Ludwig
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Das Museum Ludwig. (Bild: Christoph Hennes)
Museum Ludwig
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Das Museum Ludwig. (Bild: Christoph Hennes)
Es mag erstaunlich klingen, aber Museumsbesuchern geht es vorrangig durchaus nicht immer nur um die Kunst. Sie ärgern sich über Garderobenschränke, die das eingeworfene Geld nicht freigeben, wenn sie ihre Sachen wieder entnehmen, sie wollen wissen, wo die Toiletten sind, welche Angebote das Museumsrestaurant macht.

So steht es in einer Studie, die das Kölner Marktforschungsinstitut „Rheingold“ für das Museum Ludwig erstellt hat. Die Untersuchung sollte zeigen, wie die jährlich rund 300.000 Besucher das Haus erleben, welche Entwicklungspotenziale es gibt und wie das Marketing effizienter gestaltet werden kann.

Museumsdirektor Kasper König spricht von einem Geschäft auf Gegenseitigkeit, denn im Gegenzug wird das Institut „Rheingold“ am Verkauf der Bilderserie „Löcher partout“ der Kölner Künstlerin Mechthild Frisch beteiligt. Frisch bearbeitet Kunstpostkarten mit einer alten Lochzange aus dem Nachlass ihrer Mutter und lässt so neue Bilder entstehen.

Ein Kunstwerk ist der Studie bereits zum Opfer gefallen - der hellgraue Bauwagen, ein Objekt des Fluxus-Künstlers Robert Filou, der jahrelang seinen Platz im Foyer des Museums hatte, steht seit Anfang Juli im Depot in Kalk. Wegen der zahlreichen Baustellen draußen dachten die Besucher, auch das Museum sei eine Baustelle. Einige Punkte der Untersuchung seien so unmissverständlich klar, sagte Direktor Kasper König am Mittwoch, dass es „absurd wäre, dem nicht zu folgen“. Das Museum müsse sich immer wieder selbstkritisch reflektieren.



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