Von Willi Feldgen, 11.11.09, 22:58h
45 Millionen Euro pro Jahr stellt das Unternehmen pro Jahr für rund 300 soziale Projekte zur Verfügung. Acht „Leuchtturmprojekte“ in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Klimaschutz haben Wenning und Bayer-Vorstand Wolfgang Plischke jetzt in einer „Nachhaltigkeits-Perspektive 2009“ vorgestellt.
So widmet sich Bayer der Bekämpfung „vernachlässigter Krankheiten“, von denen mehr als 3,3 Milliarden Menschen, und zwar „meistens die Ärmsten der Armen“ betroffen seien und an denen immer noch jährlich Millionen Menschen sterben. In Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation stellt der Konzern kostenlos Medikamente zum Beispiel zur Behandlung der Afrikanischen Schlafkrankheit zur Verfügung. Andere Projekte im Gesundheitsbereich sollen die Müttergesundheit fördern, die Kindersterblichkeit senken sowie jungen Frauen in Afrika mit Sexualaufklärung und Medikamenten dabei helfen, ungewollte Schwangerschaften und eine Ansteckung mit Aids zu vermeiden. Um gemeinsam mit der Bill und Melinda Gates-Stiftung die Malaria zu bekämpfen, die sich auf Regionen auszudehnen drohe, die bisher davon verschont geblieben sind, öffnet Bayer zum Zweck öffentlicher Gesundheitsvorsorge erstmals seine riesige „Substanzbibliothek“.
In Indonesien will Bayer dazu beitragen, die Ernährungssituation zu verbessern. In den kommenden Jahren sollen mehr als 200 000 Reisbauern dabei unterstützt werden, ihre Ernteerträge und damit auch das Einkommen zu erhöhen. Dazu soll vorgekeimter (nicht gentechnisch veränderter) Reis direkt und trocken gesät werden. Traditionell werden Reissetzlinge vorgezüchtet und dann auf geflutete Felder umgepflanzt. Die neue Methode spare erhebliche Mengen an kostbarem Wasser, reduziere den Ausstoß klimaschädigender Methan-Gase erheblich und erhöhe den Ernteertrag um rund zehn Prozent.
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