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Konsum

Weihnachten wird nicht gespart

Von Evelyn Binder, 12.11.09, 18:34h

Lebkuchen, Bücher, Elektrogeräte: Das Weihnachtsgeschäft in Deutschland ist längst im Gange. Sparen wollen die Bürger beim Fest der Liebe in diesem Jahr allerdings nicht - behauptet zumindest eine Unternehmensberatung.

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Schon unterwegs mit Geschenken. BILD: DPA
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Schon unterwegs mit Geschenken. BILD: DPA
KÖLN - In sechs Wochen ist Weihnachten - und das Weihnachtsgeschäft ist bereits in vollem Gange: 226 Euro wollen die deutschen Verbraucher nach einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young trotz Krise in diesem Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Das wären fünf Euro oder zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die bei den Käufern beliebtesten Geschenke sind - wie im Jahr zuvor - Bücher, Geld oder Gutscheine, Kleidung, CDs und Spielwaren. Auf sogar gut 485 Euro kommt die Unternehmensberatung Deloitte bei Berücksichtigung aller Ausgaben rund ums Fest - also auch für Essen beispielsweise. Das wären nach Deloitte-Berechnungen allerdings 2,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die meisten Verbraucher wollten aber nicht bei Weihnachtsgeschenken sparen, so Deloitte: Rund 70 Prozent wollen in diesem Jahr genauso viel ausgeben wie im Vorjahr.

Irgendwo zwischen diesen beiden Schätzungen liegt mit nominal minus 1,5 Prozent die Erwartung des Einzelhandelsverbands HDE, der allerdings nicht nur die Weihnachtsgeschenke berücksichtigt, sondern den gesamten Umsatz, der im deutschen Einzelhandel in den Monaten November und Dezember erzielt wird. Dazu gehören dann - neben den Weihnachtsklassikern - beispielsweise auch Schrankwände und Bettwäsche, Teppiche, Müsli und Toilettenpapier. Rund 73 Milliarden Euro will der deutsche Einzelhandel in den letzten zwei Monaten des Jahres umsetzen. Der Online-Umsatz soll sogar um zehn Prozent auf insgesamt 5,5 Milliarden Euro zulegen. „Vor allem Unterhaltungselektronik, DVDs, Software, Bücher und Musik werden zunehmend im Internet gekauft“, sagt HDE-Experte Olaf Roik.

Die Einzelhändler wären mit dem leichten Minus gar nicht so unglücklich, so der HDE - obwohl es natürlich immer besser sein könnte. Zu Jahresbeginn sei man noch von „deutlich negativen Vorzeichen“ ausgegangen, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. „Doch die Stimmung der Verbraucher ist heute besser als vor einem Jahr“, so Sanktjohanser „Der Arbeitsmarkt hat sich relativ robust gezeigt. Deshalb ist das Konsumklima nicht eingebrochen“, so der HDE-Präsident weiter.

Wie das Weihnachtsgeschäft am Ende wirklich verlaufen ist, weiß der Handel natürlich erst am 24. Dezember. Für den Branchenverband HDE endet das Weihnachtsgeschäft sogar noch etwas später: „Zwischen Weihnachten und Neujahr und bis in die erste Januarwoche hinein“ erwarten die Händler noch einmal ordentliche Umsätze - wenn die mit Geld und Gutscheinen Beschenkten nochmal auf Einkaufstour gehen. Aber diesmal für sich selbst.



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