Von Susanne Hengesbach, 13.11.09, 20:49h, aktualisiert 01.12.09, 21:33h
Weil immer mehr Jugendliche selbst gefilmte Gewaltszenen oder Sexaufnahmen über das Internet oder Handy verbreiten und sich meist nicht - oder nur unzureichend - darüber bewusst sind, dass solche Veröffentlichungen oft zu ihren eigenen Lasten gehen, kam der Verein „Innocence in Danger“ auf die Idee, mit Jugendlichen das Projekt „Smart User“ zu erarbeiten.
Dabei geht es nach Angaben von Geschäftsführerin Julia von Weiler in erster Linie darum, Gegenstrategien zur Verbreitung von Gewalt (über das Internet oder Handy) zu entwickeln, mittels derer sich die Jugendlichen auch selber schützen können. Nachzulesen sind sie auf der Website. „Ein nächster Schritt wird sein, mit Beratungsstellen und Jugendverbänden eine Ausbildung zum »Peer-to-Peer«-Berater (engl. peer für Gleichgestellter) zu konzipieren“, so die Diplom-Psychologin.
Es geht auch darum, die Möglichkeiten des weltweiten Netzes nicht unisono zu verteufeln, sondern aufzuzeigen, „dass das auch ein ganz tolles Medium ist“. Das wiederum geschieht bei Workshops, in denen elf- bis 14-jährige Jugendliche - aktuell Schüler und Schülerinnen des Kölner Humboldt-Gymnasiums und der Gemeinschaftshauptschule Tiefentalstraße - erarbeiten können, was zum Beispiel einen anspruchsvollen Film ausmacht, einen Videoclip oder einen perfekten Song. Bei Kreativ-Wochenenden wie jetzt Ende November in der Jugendherberge Solingen geht es dann an die praktische Umsetzung. Die deutsche HipHop-Band „Sprachlabor“ unterstützt sie dabei.
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