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Verein

Mit smarter Strategie durchs Netz

Von Susanne Hengesbach, 13.11.09, 20:49h, aktualisiert 01.12.09, 21:33h

Der Verein „Innocence in Danger“ klärt Jugendliche über den Umgang mit Internet und Handy auf. Denn immer häufiger gelangen Gewalt- oder Sexszenen per Handykamera ins Netz. Mit „Smart User“ lernen die Heranwachsenden den kreativen Gebrauch von Handy und Internet.

Smart User
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Schüler des Kölner Humboldt-Gymnasiums, die mit dem „Smart User“ -Projekt gelernt haben, Handy und Internet positiv und kreativ zu nutzen. (Bild: ksta)
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Schüler des Kölner Humboldt-Gymnasiums, die mit dem „Smart User“ -Projekt gelernt haben, Handy und Internet positiv und kreativ zu nutzen. (Bild: ksta)
Köln - Liebe kann nicht nur blind machen, sondern in hohem Maße zur Unvorsichtigkeit verführen. Das hat Jana (Name geändert) am eigenen Leibe erfahren. Als die 16-Jährige und ihr Freund sich gegenseitig beim Sex fotografierten, war alles noch Spaß. Als die Liebe zerbrach, zerbrach Jana fast mit. Nicht wegen der Trennung, sondern weil ihr Freund mit seinem Fotohandy dafür sorgte, dass sich die ganze Schule ein hautnahes Bild von Jana machen konnte. Außerdem stellte er ihre Fotos ins Netz.

Weil immer mehr Jugendliche selbst gefilmte Gewaltszenen oder Sexaufnahmen über das Internet oder Handy verbreiten und sich meist nicht - oder nur unzureichend - darüber bewusst sind, dass solche Veröffentlichungen oft zu ihren eigenen Lasten gehen, kam der Verein „Innocence in Danger“ auf die Idee, mit Jugendlichen das Projekt „Smart User“ zu erarbeiten.

Dabei geht es nach Angaben von Geschäftsführerin Julia von Weiler in erster Linie darum, Gegenstrategien zur Verbreitung von Gewalt (über das Internet oder Handy) zu entwickeln, mittels derer sich die Jugendlichen auch selber schützen können. Nachzulesen sind sie auf der Website. „Ein nächster Schritt wird sein, mit Beratungsstellen und Jugendverbänden eine Ausbildung zum »Peer-to-Peer«-Berater (engl. peer für Gleichgestellter) zu konzipieren“, so die Diplom-Psychologin.

Es geht auch darum, die Möglichkeiten des weltweiten Netzes nicht unisono zu verteufeln, sondern aufzuzeigen, „dass das auch ein ganz tolles Medium ist“. Das wiederum geschieht bei Workshops, in denen elf- bis 14-jährige Jugendliche - aktuell Schüler und Schülerinnen des Kölner Humboldt-Gymnasiums und der Gemeinschaftshauptschule Tiefentalstraße - erarbeiten können, was zum Beispiel einen anspruchsvollen Film ausmacht, einen Videoclip oder einen perfekten Song. Bei Kreativ-Wochenenden wie jetzt Ende November in der Jugendherberge Solingen geht es dann an die praktische Umsetzung. Die deutsche HipHop-Band „Sprachlabor“ unterstützt sie dabei.

www.smart-user.eu



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