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Buchvorstellung

Heinz Küppers letzter Roman

Von Tim Nolden, 13.11.09, 17:49h

Das Manuskript aus dem Nachlass des Münstereifeler Schriftstellers wurde von Armin Erlinghagen bearbeitet und von Schauspieler Rolf Becker vorgestellt. Verleger Ralf Liebe veröffentlicht das Werk.

Rolf Becker
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Der Schauspieler Rolf Becker spielte seinerzeit die Hauptrolle in einem Fernsehspiel aus der Feder des Schriftstellers Heinz Küpper. (Bild: Nolden)
Rolf Becker
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Der Schauspieler Rolf Becker spielte seinerzeit die Hauptrolle in einem Fernsehspiel aus der Feder des Schriftstellers Heinz Küpper. (Bild: Nolden)
Ralf Liebe
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Verleger Ralf Liebe (Bild: Nolden)
Ralf Liebe
Euskirchen-Kuchenheim - „Sie haben hier einen Autor von Weltniveau“, darin waren sich Achim Konejung, Ralf Liebe und Armin Erlinghagen einig. Am Donnerstagabend präsentierten sie gemeinsam einen posthum veröffentlichten Roman des Münstereifeler Schriftstellers Heinz Küpper. Der Roman, der im Nachlass des Autors entdeckt wurde, trägt den Titel „Linker Nebenfluss der Nogat“ und wird nun vom Verlag Ralf Liebe veröffentlicht.

Der Verlag arbeitete von 1996 bis zu Küppers Tod im Jahre 2005 mit dem Autor zusammen. Küpper wurde bekannt mit Romanen wie „Simplicius 45“ und „Der Zaungast“, außerdem schrieb er mehrere Fernsehspiele, darunter das Stück „Vier Tage unentschuldigt“, das vom NDR produziert wurde.

Anlässlich der Herausgabe des Romans fand außerdem im LVR-Museum in Kuchenheim eine Lesung des Romans statt. Für diesen Abend konnte man den bekannten deutschen Schauspieler Rolf Becker gewinnen, der 1971 in Küppers NDR-Fernsehspiel die Hauptrolle spielte. Becker erinnerte sich gerne an diese Zeit.

„Das war die beste Zeit des deutschen Fernsehens. Damals konnten wir große Literatur schauspielerisch umsetzen“, erzählte er. Dazu zählt er besonders die Arbeit an Küppers Werk. Der Zusammenhang zwischen Fernsehspiel und Roman ist hier interessant, denn der Roman „Linker Nebenfluss der Nogat“ behandelt denselben Stoff, dem sich auch schon das Fernsehspiel „Vier Tage unentschuldigt“ widmete. Der Roman handelt von einem Lehrer, der sich auf die Suche macht nach einem Schüler, der vier Tage unentschuldigt fehlt. Die Kritik, die der Roman im Laufe der Erzählung an der Institution Schule übt, speziell an ihren Schwierigkeiten, Zugang zu Außenseitern und gesellschaftlichen Randgruppen zu finden, ist heute noch so aktuell wie damals. Armin Erlinghagen, der lange Jahre enger Freund und Kollege von Heinz Küpper gewesen ist, entdeckte den Roman im Nachlass. Zusammen mit Sahar naz Parsa arbeitete er Küppers Seiten durch, korrigierte sachliche Fehler und stellte somit den Roman zusammen, der nun erscheinen wird.

Das ist der erste Schritt, den der Verlag Ralf Liebe zusammen mit der Konejung-Stiftung tut, um das Werk Küppers neu zu veröffentlichen. Seit 2007 ist die Konejung-Stiftung Kultur im Besitz der Rechte an Küppers Werken. Nun sollen nach und nach die Werke des Autors wieder veröffentlicht werden. Unterstützung erhalten sie dabei auch vom Freundeskreis Heinz Küpper, der ebenfalls daran arbeitet, den Autor in der Öffentlichkeit wieder bekannter zu machen.

Neue Auflage

Im Frühjahr wird eine Neuauflage von Küppers bekanntestem Werk „Simplicius 45“ folgen. Ende des Monats schon erscheint die von Erlinghagen zusammengestellte Sammlung „Simplicius und die Seinen“, die Texte, Essays und Hintergrundinformationen zu Heinz Küpper bietet. „Wir wollen Küpper den Platz in der Literatur erstreiten, der ihm zusteht“, beschrieb Erlinghagen sein Engagement.



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