Von Stefan Kunze, 13.11.09, 19:06h
Ein großer Vorteil der neuen Betreiber: Sie können vieles selbst machen. Einer ist Fliesenleger, ein anderer kann Sanitäranlagen einbauen, viele weitere Berufe sind im Verein vertreten. „Meistens müssen wir deshalb nur die Materialkosten aufbringen und machen den Rest selbst“, erklärte Funken. Die neue Küche im Saal ist so entstanden.
Schließung drohte
Im Oktober 2008 übernahm die Stadt die Trägerschaft vom Erzbistum Köln, der Verein kam als Betreiber mit ins Boot. Andernfalls wäre der Saal zum Jahreswechsel geschlossen worden, da die Kirche sparen muss. Dieses neue Konstrukt sollte dem Verein Zeit zur Entwicklung eines passendes Konzeptes verschaffen. Die Hälfte der Zeit ist nun vorbei, bald möchte der Vereinsvorstand mit dem Erzbistum über die Zeit nach 2010 reden. Ein Kauf - zu welchem Preis auch immer - oder ein Erbpachtvertrag wäre von Vereinsseite möglich. Der Stadt sollen laut Funken keine Kosten durch den Saal entstehen. 125 Bürger unterstützen den Verein inzwischen durch ihre Mitgliedschaft. „Wir haben es geschafft, viele Skeptiker zu überzeugen und ins Boot zu holen“, sagte Funken.
Funken und seine Mitstreiter haben bereits mit einer Architektin geprüft, was bei einem Umbau möglich wäre. So soll es später Abtrennmöglichkeiten geben, wenn eine Gruppe nur einen Teil des Saals benötigt. In einer Ecke des Gebäudes soll ein separater Teil für Raucher entstehen. Dann müssten die Raucher nicht mehr vor der Tür stehen. Das hatte immer wieder zu Streit mit den Nachbarn geführt.
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